Weserbergland-Weg – Etappe 13

09. März 2018
Etappe 13: Rinteln – Porta Westfalica
17,0 km – 3:43 Std

Es war soweit: 225 km Weserbergland-Weg sollten an diesem Freitag ihren Abschluss finden. Die 13. Etappe lag vor Rosa, meiner Freundin Rike, ihrem Hund Cortao und mir. Ein unglaubliches Gefühl! So viele schöne und lustige Stunden hatte uns der XW beschert – im Nachhinein hätte ich mir keine besseren Begleiter vorstellen können. Der verrückte Corti, die immer bestens vorbereitete Rike und natürlich Rosa. Wie viele Kilometer wurden es letztendlich insgesamt? Wie viele Stunden waren wir auf dem Wanderweg unterwegs? Und wie fühlte sich das „Finale“ an, für dessen 14,9 km man 5:18 Std. einplanen sollte?

Startpunkt war – ihr habt es bei der vorherigen Etappe gelesen – irgendwo im Nirgendwo (Wald), genauer gesagt: oberhalb von Rinteln. Der Himmel war, drei Monate nach der vorherigen Etappe, zwar erneut bedeckt, jedoch war es längst nicht so matschig und nass wie im November 2017. Der Weg verlief weiterhin auf dem Kamm des Wesergebirges und im Wald entlang. Ein kurzer Abstecher führte uns zur Hünenburg, von welcher noch die Grundmauern zu sehen sind. Dann ging es weiter. Sonderlich idyllisch war es zunächst aber nicht, da wir uns der A2 näherten, die wir schließlich auch passierten.

Kurz darauf verließen wir Niedersachsen und überschritten die Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen. Nach gut drei Kilometern auf dieser Etappe machten wir eine erste Pause an einer kleinen Steinhütte in deren Mauern schöne Sprüche eingemeißelt sind.

Als wir Kleinenbremen hinter uns ließen und der Steinbruch zu unserer Rechten hatten, fing es langsam an zu dämmern. Recht bald benötigten wir unsere Stirnlampen und stiefelten im Dunklen durch den Wald. Hin und wieder hatten wir aber Fernsicht auf das Weserbergland und die Lichter der Häuser setzten dieses wundervoll in Szene. Mit jedem Schritt näherten wir uns dem Ende des Weges – ein unbeschreibliches Gefühl!

Zuletzt stiegen wir ein paar Treppen hinab. Wir hatten Porta Westfalica erreicht und fanden das Schild, welches das Ende des XW markierte, auf einem Parkplatz. Wir hatten es geschafft! Glücklich fielen wir uns in die Arme und machten noch ein Abschlussfoto, ehe wir abgeholt wurden und beim Kaiser-Wilhelm-Denkmal mit Radler auf unseren Erfolg anstießen. Für diese letzte Etappe, die zwei Kilometer länger war als angegeben, benötigten wir eineinhalb Stunden weniger als vorhergesagt.

Fazit

Zähle ich die Kilometer bei komoot zusammen, die wir für den kompletten Weserbergland-Weg benötigt haben, komme ich auf 237,5. Etwas mehr als die angegebenen 225 km. Zeitlich gesehen waren wir dafür deutlich kürzer unterwegs. An insgesamt 10 Tagen haben wir zwischen April 2017 und März 2018 den Weserbergland-Weg begangen. Was für ein Abenteuer!

Nachdem wir alle 13 Etappen absolviert haben, ist es Zeit für ein Ranking. Ich möchte keine einzige Minute der Zeit mit Rike, Corti und Rosa missen, auch wenn es teilweise wirklich kräftezehrend war, die Schuhe klitschnass waren oder gedrückt haben, wir laut singen mussten aus Angst vor Wildschweinen… dennoch gibt es Etappen, die ich nicht unbedingt ein zweites Mal gehen müsste. Dazu gehören die 1. (Hannoversch Münden – Veckerhagen), die 4. (Bad Karlshafen – Schönhagen), die 12. (Rohdental – Rinteln) und die 13. Etappe (Rinteln – Porta Westfalica). ABER ich muss auch sagen, dass die Schönheit der Etappen auch stark vom Wetter abhängig sein kann. Oder davon, wie viel Kultur man drum herum noch macht. So ist Hannoversch Münden sicherlich einen Besuch wert.

Etappen die ganz schön waren, jedoch keine wirklichen Highlights enthielten waren die 2. (Veckerhagen – Sababurg) und die 9. Etappe (Lüntdorf – Emmerthal). Wundervoll, abwechslungsreich, mit markanten Highlights, harmonisch, samt schönen Weitblicken, facettenreich und somit sehr schön waren die 3. (Sababurg – Bad Karlshafen), die 5. (Schönhagen – Silberborn), die 7. (Stadtoldendorf – Bodenwerder), die 8. (Bodenwerder – Lüntorf) und die 10. Etappe (Emmerthal – Rohrsen).

Eine Auszeichnung für die top Etappe würde gleich an zwei Kandidaten gehen. Zum einen an Etappe 6, zwischen Silberborn und Stadtoldendorf, und zum anderen an Etappe 11, zwischen Rohrsen und Rohdental.

Ich kann den Weserbergland-Weg wirklich jedem ans Herz legen.
Danke, Rike, Corti und Rosa, dass ihr ihn mit mir bezwungen habt!

Etappe 12

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