Weserbergland-Weg – Etappe 12

25. November 2017
Etappe 12: Rohdental – Rinteln
16,0 km – 3:53 Std

Ein knappes Jahr hat es nun gedauert, dass ich die Erlebnisse zur vorletzten Etappe des Weserbergland-Weges niederschreibe. Ich haderte, denn diese Etappe war anders – sie begann in Rohdental und endete – im Nirgendwo. Oder irgendwo im Wald. Es gab keinen festen Punkt, an dem man hätte sagen können: „Jawohl, wir haben die Etappe geschafft!“. Die Länge der Strecke sollte 15,9 km betragen und einplanen sollte man hierfür 5:47 Std.

Uff, ich muss ganz schön in meinem Gedächtnis kramen, wenn ich an Etappe 12 des Weserbergland-Weges denken soll. Rikes Reaktion war ähnlich: „Ach du Schreck! Ich gebe mir Mühe. Reicht es bis morgen?“ – oha. Das scheint nicht unbedingt für diese Etappe zu sprechen, weswegen ich zunächst einmal gedanklich zur vorherigen Etappe zurückkehre: Etappe 11 hatte sich als unser bisheriger Favorit rausgestellt, was die Messlatte für Etappe 12 ziemlich hoch setzte. Zum Glück gibt es Facebook, wo meine Zusammenfassung lautete: „Die Tour war sehr abenteuerlich, da nass und matschig.“

An der Paschenburg

Bei dieser Etappe, die in Rohdental startete, liefen wir fast ausschließlich durch den Wald, auf dem Kamm des Wesergebirges entlang. Das kann prinzipiell schön sein, empfiehlt sich aber grundsätzlich eher an Tagen, an denen die Sonne schön durch die Bäume scheint. Wir hatten uns einen bedeckten, eher kühlen Tag ausgesucht – November halt!

Das erste Highlight stellte die Paschenburg dar. Hier gibt es ein Restaurant und man hat einen schönen Ausblick auf das Weserbergland. Nach nur etwa 4 km Marsch benötigten wir jedoch noch keine Pause und so ließen wir die Burg bald hinter uns. Im Wald gab es nur wenige weitere Sehenswürdigkeiten: zwei riesige Bäume markierten den Zugang zu einem Hohlweg (unterwegs auf dem XW gibt es immer wieder Informationstafeln, die so etwas kennzeichnen) und wir kamen an den Springsteinen vorbei, einer Felsformation.

Rosa und Corti – die Helden des XW

Kurz vor der Ortschaft Steinbergen verliefen wir uns einmal kurz, fanden dann aber auf den Weg zurück und kletterten durch den Wald zurück auf den Kamm, wo wir zuletzt den Luhdener Klippenturm erreichten. Hier, oberhalb von Rinteln, endete also die 12. Etappe. Meine Schuhe waren danach komplett durchweicht und ich erinnere mich, dass der Abstieg so rutschig war, dass ich ausrutschte. Ich zitiere: „Kurz vorm Ziel bin ich mit links weggerutscht, wollte mich abfangen und blieb hinterm anderen Fuß hängen. Ich stürzte und mein Knie knackte einmal, als ich es mir verdrehte. 🤕 Ich lag dann erst einmal eine Minute so da, unschlüssig, ob ich ohnmächtig werden soll oder nicht. 🙈 Danach ging es wieder und ich konnte aufstehen und gehen. 😅 Ich hab die besten Bänder der Welt! 🤣

So unspektakulär wie Etappe 12 bei bedecktem Himmel – Rinteln

Fazit

Ich fürchte, dass ist wohl der langweiligste Bericht, den ich bisher zu einer Etappe des Weserbergland-Weges geschrieben habe. Ich denke aber, dass es tatsächlich an dem Wetter gelegen hat. Rosa und ich bieten uns deswegen hiermit an, mit einem Interessierten die Etappe 12 noch einmal zu laufen – bei Sonnenschein und in umgekehrter Richtung. Die Kilometerangabe hat im Übrigen gestimmt – zeitlich gesehen waren wir zwei Stunden schneller.

Etappe 11 ⯇⯈ Etappe 13

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