[Produkttest] Buch: Zughundesport Canicross, Bikejöring, Dogscooter von Uwe Radant und Dr. Jette Schönig

Anfang Oktober bekam ich eine Anfrage vom KOSMOS Verlag, ob ich eine Neuerscheinung zum Zughundesport lesen wolle. Der dreifache Weltmeister, Uwe Radant, erkläre darin alles rund um Canicross, Bikejöring und Dogscooter. Da es sich hierbei um Rosas und mein Thema handelt und es ein wichtiger Bestandteil unseres Blogs und der Facebook-Seite ist, sagte ich voller Freude zu. Als das Buch dann vor uns lag, stellte ich mit begeistert fest, dass meine Bekannte, Dr. Jette Schönig, die Co-Autorin ist. Ihr bin ich schon auf dem ein oder anderen Zughundesport-Event begegnet. Sie betonte, dass das Buch für Einsteiger gedacht sei – perfekt also, um es unseren Followern vorzustellen.

Das Buch „Zughundesport Canicross, Bikejöring, Dogscooter“ von Uwe Radant und Dr. Jette Schönig wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag stellt dennoch meine objektive Meinung dar.

Rosa beim StrongDog im Juni 2018

Klappentext

„Rasant geht es mit dem Bike oder Scooter durch die Natur, beim Canicross joggen Mensch und Hund gemeinsam und beim Dogtrekking geht es hoch hinauf ins Gebirge. Zughundesport bietet für viele Mensch-Hund-Teams den passenden Ausgleich zum Alltag.

Damit die Sportart allen Spaß macht, sind die richtige Ausrüstung und ein kleinschrittiger Trainingsaufbau wichtig. Langsam wird der Hund an das Ziehen herangeführt und lernt Signale für den Start, für Richtungswechsel und zum Abstoppen. Dabei sind auch gesundheitliche Aspekte wichtig, um mit seinem Hund gelenkschonend und verletzungsfrei zu trainieren.“

Gebundene Ausgabe: 176 Seiten.
Verlag: KOSMOS Verlag; Auflage 1 (Oktober 2018).
Preis: EUR 27,00.

Der Themenaufbau

Uwe Radant und Dr. Jette Schönig haben durch ihr Werk einen roten Faden gezogen, der einen von Anfang bis Ende unterhaltsam und lehrreich durch das gesamte Buch führt. Angefangen bei der Geschichte des heutigen Zughundesports über die geeigneten Hundetypen, Voraussetzungen der Hunde, das Equipment, die verschiedenen Zughundesport-Varianten, Trainingsgrundlagen, spezielle Fütterung, bis hin zur Fehlervermeidung. Jedes Thema wird einzeln und ausführlich behandelt. Im Inhaltsverzeichnis wird man schnell fündig, wenn man sich zu speziellen Themen belesen möchte. Hier gibt es eine Leseprobe inklusive der Inhaltsübersicht.

Das Layout

Das Layout des Buches ist sehr ansprechend. Als ich es das erste Mal in der Hand hielt, fiel mir sofort die hoch qualitative Verarbeitung auf. Auch im Inneren wurde Wert auf eine sehr gute Auflösung der Bilder und Grafiken gelegt. Diese sind sinnvoll platziert, sodass sie eine perfekte Ergänzung zu den kurzen und knackigen Absätzen bilden. Der Leser bekommt auf diese Weise die Thematik des Zughundesports bildlich erklärt und einige Schritt-für Schritt Anleitungen helfen zusätzlich bei der Verinnerlichung des Gelesenen. So werden zum Beispiel das Anlegen eines Geschirres oder der Trainingsaufbau kleinschrittig in Bildern gezeigt.

Die einzelnen Unterthemen werden, wie bereits erwähnt, in kurzen aber inhaltsreichen Abschnitten behandelt. Einzelne fett gedruckte Abschnitte heben wichtige Aussagen oder Begriffe hervor und blau unterlegte Textfelder enthalten ebenso wichtige Informationen.

Obwohl der Titel des Buches erahnen lässt, dass es um die drei Sportarten Canicross, Bikejöring und Dogscooter geht, macht schon der Klappentext deutlich, dass auch andere Disziplinen (u.a. Dogtrekking) behandelt werden. In der Tat werden, bis auf den ursprünglichen Schlittenhundesport, in welchem Gespanne von 4, 6, 8 oder mehr Hunden gefahren werden, alle Zughundesportarten erklärt, auch wenn der Themenschwerpunkt auf den eingangs genannten Disziplinen liegt.

Verständlichkeit der Thematik

Der rote Faden, der bei der Geschichte des Zughundesports beginnt, führt den Leser von Kapitel zu Kapitel durch die gesamte Thematik. Da die meisten Interessierten bereits einen vierbeinigen Kandidaten zuhause haben, sind es vor allem die Fragen nach dem Equipment und dem Trainingsaufbau, die immer wieder von Einsteigern gestellt werden. Auch ich bekomme über Rosas Facebook-Seite häufig Anfragen, die ich meistens nicht zufriedenstellend beantworten kann. Es lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen, welches Geschirr für welchen Hund sinnvoll ist und welcher Dogscooter das beste Modell für das jeweilige Mensch-Hund-Team ist. Kann hier das Buch Abhilfe schaffen?

In der Tat offeriert es einiges an Hintergrundwissen: der Sitz des passenden Zuggeschirres sowie die unterschiedlichen Geschirrformen werden ausführlich erklärt. Letztendlich hängt aber vieles vom eigenen Hund ab. Da das Zuggeschirr das wichtigste Utensil bei den Zughundesportarten ist, sind gerade Anfänger am besten beraten, wenn sie einen Fachmann oder eine Fachfrau aufsuchen, bei denen unterschiedliche Geschirre auch in der Bewegung getestet werden können. Meine Erfahrung zeigt, dass diejenigen, die „auf gut Glück“ ein Geschirr kaufen, häufig doppelt einkaufen!

Auch auf die Dogscooter wird gesondert eingegangen. Die richtige Lenkerhöhe, das ideale Trittbrett sowie die unterschiedlichen Bremsen und Räder spielen eine Rolle. Hier kommt es stark darauf an, in welchem Umfang man mit seinem Hund aktiv werden möchte. Es empfiehlt sich in jedem Fall, unterschiedliche Modelle ohne Hund Probe zu fahren – mit dem Know How aus dem Buch bekommt man jedoch einen idealen Einblick in die Vielfalt der Gefährte und weiß somit, worauf man beim Kauf achten kann.

Letztendlich bietet das Buch einen perfekten Einstieg in das Training des zukünftigen Zughundes. Der Leser wird dabei an die Hand genommen, wie er bei idealen Bedingungen das kleinschrittige Training aufbaut. Wie immer gilt, dass es nicht „den einen Weg gibt“, um zum Erfolg zu gelangen. Das Buch vermittelt richtig, dass es viel auf den Sportler und seinen Hund ankommt und es schlichtweg auch Hunde gibt, die den „Desire to run“ (Wunsch zu Laufen) nicht entwickeln. Für diejenigen, die sich aber von einer Lektion zur nächsten arbeiten, gibt es jede Menge hilfreicher Tipps, wie sie mit dem fortgeschrittenen Zughund weiterarbeiten können. Zum Schluss werden auch einige Lösungen aufgezeigt, sollte es zu Problemen kommen.

Das Fazit

Das Buch „Zughundesport Canicross, Bikejöring, Dogscooter“ bietet meiner Meinung nach einen perfekten Einstieg in den süchtig machenden Sport.

Einsteiger bekommen einen reichen Schatz an Hintergrundwissen präsentiert, während auch zughundesportaffine Menschen wie ich die Möglichkeit bekommen, noch einmal einen anderen Blickwinkel auf die Thematik zu werfen. So habe ich noch einiges zu den unterschiedlichen Geschirrtypen und den Konfigurationen der Dogscooter gelernt. Auch für unser Training habe ich noch ein paar interessante Anregungen erhalten.

Fragen sind bis zum Schluss nicht aufgetaucht. Zu der Fütterung  von Zughunden habe ich meine eigene Meinung – doch die Ernährung der Hunde ist unter Hundehaltern ohnehin ein schwieriges Thema, weswegen ich es dabei belasse, dass ich Rosa weiterhin nach Prey Model Raw ernähre.

Mir als Hundephysiotherapeutin fehlt bei der körperlichen Fitness des Hundes ein gezieltes Auf- und Abwärmen: Warm Up & Cool Down. Im Buch ist die Rede davon, dass hierfür keine besonderen Übungen notwendig wären. Ich persönlich halte ein Anmassieren der Muskulatur vor dem Lauf und eine gezielte Dehnung der beanspruchten Strukturen nach dem Lauf jedoch für sinnvoll. Übungen hierfür findet man im Praxisbuch Hundefitness: Grundlagen, zielgerichtetes Training und individuelle Übungskombinationen (affiliate link).

Allgemein ist zu sagen, dass das Wichtigste in den Kapiteln stets auf den Punkt gebracht wird. Viele Bilder und Grafiken runden das Werk ab. Der Leser wird an die Hand genommen, den Zughundesport für sich und seinen Hund zu entdecken. Uwe Radant und Dr. Jette Schönig haben somit eine Fachliteratur auf den Markt gebracht, die eine Bereicherung für alle Zughundesportler – oder die, die es noch werden wollen – ist.


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Vielen Dank an den KOSMOS Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat. Ich freue mich, dass ich auf Rosas Facebook-Seite drei Exemplare verlosen darf.

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