[Produkttest] Furbo Hundekamera

„Sehen, sprechen und Leckerlis werfen – von überall!“ – als ich im Januar 2019 von KARKALIS COMMUNICATIONS angeschrieben wurde, ob ich die interaktive Hundekamera Furbo testen wolle, zögerte ich nicht. Ich liebäugelte schon länger mit diesem spannenden Gadget und Rosa war beim obigen Werbespruch ohnehin sofort überzeugt. Leckerlis von überall? Wer kann da schon „Nein“ sagen?! In diesem Beitrag werde ich berichten, ob die Furbo mir ermöglicht, immer in Kontakt mit Rosa zu sein – visuell, auditiv und auf Leckerli-Basis – und ob ich eine Kaufempfehlung für die Hundekamera ausspreche.

Die Furbo Hundekamera wurde mir kostenlos von der KARKALIS COMMUNICATIONS GmbH zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag stellt dennoch meine objektive Meinung dar.


Lieferumfang

Die Furbo Hundekamera kam in einem Paket der KARKALIS COMMUNICATIONS GmbH bei uns zu Hause an. In diesem befand sich ein kleinerer Karton mit einem „Furbo Dog Camera“ Siegel, der in niedliches Papier mit Pfotenabdrücken eingepackt war. Um Beschädigungen zu vermeiden befand sich zusätzlich Luftpolsterfolie im Paket. Das KARKALIS-Team hatte eine liebe Botschaft und ein Tütchen mit Leckerlis beigelegt.

In dem versiegelten Karton befand sich ein weiterer, sehr hochwertiger Karton, in welchem die Kamera, ein Netzteil mit zwei Steckdosen-Adaptern (Typ C – Eurostecker und Typ G – Commonwealth-Stecker), ein zwei Meter USB-Kabel und eine Schnellanleitung zu finden waren. Auf dem letzten Karton standen einige Informationen gedruckt, wie zum Beispiel die Funktionen der Kamera und technische Spezifikationen.

Die Kamera selbst sieht absolut edel aus. Sie ist aus weißem Kunststoff gefertigt und der Produktname steht dezent am unteren Rand. Die Furbo wiegt etwa 950 g und hat Abmessungen von 15x12x22,5 cm. Den Abschluss für das Leckerli-Fach bildet eine stylische Bambusholz-Abdeckung, welche die Furbo mit einem Gummirand abdichtet. Auf diese Weise sitzt der Deckel fest und es muss Kraft aufgewendet werden, um das Fach zu öffnen. Wer für seine Furbo einen dauerhaften Standort ausgewählt hat und sichergehen möchte, dass die Kamera nicht verschoben wird, kann die 3M Montageklebebänder an der Unterseite benutzen, welche eine sehr gute Klebeleistung haben sollen (nicht von mir getestet).

Das schlichte Design erinnert mich an diese automatischen Duftspender. Im vorderen Bereich sind die Kamera, das Mikrofon, der Lautsprecher, der Bell-Sensor und die Ausflugschneise für die Leckerlis. Unter dem Produktnamen befindet sich die Statusanzeige, die auf fünf unterschiedliche Weisen leuchtet: weiß (Inbetriebnahme), grün (installationsbereit), gelb (Standby Modus), blau (Furbo ist im Einsatz) und lila (keine WiFi-Verbindung).

Schnellstart

Ich bin ein Freund von intuitiver Bedienbarkeit und somit traf die Furbo mit ihrer Schnellanleitung genau ins Schwarze. Das kleine Faltheftchen beschreibt den Aufbau der Kamera und die einfache Inbetriebnahme – und das in acht Sprachen. Das Starten ist denkbar simpel: die Furbo wird an das Stromnetz angeschlossen, der grüne Status-Indikator muss aufleuchten („installationsbereit“) und die Furbo-App heruntergeladen werden. Da ich ein iPhone XS besitze, installierte ich die Anwendungssoftware aus dem App Store (iOs). Die weitere Installation der Kamera erfolgte über die Installationsanleitung in der App.

Funktionen
laut Hersteller

Live-Übertragung in HD-Video• Voll-HD Video Auflösung
• Weitwinkel-Linse mit 160° Blickwinkel (diagonal)
• 4-fach digitaler Zoom
• Videoqualität individuell einstellbar (360p, 720p, 1080p)
Interaktives Leckerli-Werfen• Kapazität von bis zu 100 runden Leckerlis
• individuell einstallbarer Snack-Ruf
• Steuerung über die App
2-Wege-Audio• eingebauter Lautsprecher mit Sprachfunktion
• individuell einstellbare Lautstärke
• Geräusch- und Echodämpfung
• hochqualitatives Mikrofon
Nachtsicht• Infrarot LED Nachtsicht (manuell oder automatisch)
Bell-Alarm• in Echtzeit
• Push-Nachrichten aufs Smartphone
• individuell einstellbare Empfindlichkeit (L = Low, M = Medium, H = High)
Foto & Video• Screenshots
• 60 Sekunden Videoaufnahmen
Die Furbo ist einsatzbereit.

Technische Spezifikationen

Internet-Verbindung: 802.11 b/g/n @ 2,4 GHz Bluetooth Low Energy (BLE)
Strom: 100-240V, 5V2
Empfohlen wird eine WLAN-Upload-Geschwindigkeit von mindestens 0,8 Mbps (0,1 MB/s), um die beste Video-Streaming-Qualität zu gewährleisten.

Laut Furbo Kundendienst ist dem Unternehmen die Sicherheit der Kunden-Privatsphäre wichtig, weswegen für die Kamera private Server genutzt werden. Diese speichern jedoch nicht die Fotos und Videos, die der Kunde mit der Furbo aufnimmt. Das Unternehmen ist bemüht, sich in diesem Bereich stets zu verbessern. Die Webseite besitzt ein SSL-Zertifikat und in der App muss man einen Account mit Passwort anlegen.

Furbo-App

Startseite

Menü oben links• Startseite
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• Über uns (App-/Furbo-Version, Updates)
• Kontaktieren Sie uns (Facebook, In-App, E-Mail)
FAQ oben rechts• häufig gestellte Fragen & ihre Antworten auf Deutsch
Hundeprofil• Profilbild
• Name
• Rasse
• Alter
• Geburtsdatum
• Gewicht
aktuelles Kamerabild• inklusive Datum und Uhrzeit
Leckerli-Status• Übersicht über bereits geworfene Leckerlis
• Diagramm
• "Herzchen-Anzeige" - wie "glücklich" ist der Hund?

Kamera-Modus

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Datum/Zeit• YYYY/MM/DD HH:MI:SS
Einstellungen• Snack-Ruf (Standard-Aufnahme oder Eigene Aufnahme machen)
• Videoqualität (360p, 720p, 1080p)
• Nachtsicht (Automatisch, Ein, Aus)
• Bell-Alarm (Bell-Erkennung an/aus, Empfindlichkeit)
• Furbo Lautstärke
• Zeitzoneneinstellung
• Kamera an/aus
• WLAN zurücksetzen
• Trainingsvideo anschauen
Video-Symbol• 60 Sekunden Videoaufnahme
Foto-Symbol• Screenshot
Leckerli-Symbol• Leckerli werfen
Mikrofon-Symbol• Sprachfunktion

Die Furbo Hundekamera im Test

Nachdem ein passender Ort, von dem aus die wichtigsten Schlafplätze bei meiner Abwesenheit einzusehen sind, für die Kamera gefunden war und ich die Furbo samt App schnell und erfolgreich installiert hatte, konnte unsere Testphase beginnen. Für die Beurteilung und Qualität der Verbindung ist sicherlich von Bedeutung, wie die hiesige Internetgeschwindigkeit ist und welche mobilen Daten ich nutze:

Deutschland | LTE | MagentaZuhause S Hybrid (16/2,4)
Download: 14.661 kbit/s | Upload: 11.010 kbit/s | Ping-Geschwindigkeit: 35 m*
Mobile Daten: Vodafone.de
*Stand: 21.02.2019

Die Bedienung der App ist intuitiv möglich. Im Kamera-Modus ist es nötig, das Smartphone im Querformat zu halten. In diesem Modus werden Geräusche mit dem Mikrofon aufgezeichnet und übertragen. Je nach Internetverbindung kann es mal rauschen, zumeist ist der Ton jedoch angenehm, wie etwa beim Telefonieren. Das Bild ist zumeist komplett flüssig, kann aber etwas zeitverzögert sein (etwa 0,5 Sekunden). Sowohl die Video- als auch die Fotoaufnahmen beinhalten das Datum und die Zeit sowie das Furbo-Logo. Die Videoqualität entspricht 1080p.

Die Furbo gefüllt mit Fleischeslust Leckerlis.

Rosas Lieblingsfunktion – das Leckerli-Werfen – funktioniert einwandfrei, indem ich auf das Leckerli-Symbol tippe. Es wird jedoch nicht nur ein Snack aus dem Gerät katapultiert, sondern gleich mehrere. (Rosa vergibt dafür Extrapunkte!) Das Geräusch, welches die Furbo beim Leckerli-Auswurf macht, ist für manche Hunde sicherlich gewöhnungsbedürftig und es wird dazu geraten, die Hunde langsam an das Geräusch heranzuführen. Da ich jedoch sehr ungeduldig bin, habe ich Rosa direkt mit Leckerlis abgeworfen. Sie verstand sofort, dass der Lärm Futter bedeutet.

Ist der Vorrat aufgebraucht, bilden etwa 1 cm im Durchmesser große, nicht klebrige und nicht leicht zu zerbröckelnde Leckerlis Ersatz. Die Vorschläge in den FAQ führen jedoch zu keinem deutschen Onlineshop. Ich habe die Furbo mit den Geflügel und Hirsch Minis von Fleischeslust neu befüllt, weil diese meinen Ansprüchen an Leckerlis am ehesten entsprechen, auch wenn sie verhältnismäßig teuer sind. Ist das Fach schon einmal leer, ist eine Reinigung mit einem feuchten Tuch möglich. Kleinere Krümel lassen sich so jedoch nicht entfernen.

Durch das 2-Wege-Audio und über das Mikrofon-Symbol ist es möglich, mit dem Hund zu sprechen. Rosa reagiert zwar auf meine Stimme, ist dadurch jedoch etwas irritiert – Kommandos nimmt sie über die Furbo nicht oder nur zufällig an. Die Übertragung der Sprache kann ebenfalls etwas zeitverzögert sein (etwa 1 Sekunde).

Im Nachtsicht-Modus ist der komplette Raum einsehbar und gut erkennbar.

Morgens früh OHNE Nachtsicht.
Morgens früh MIT Nachtsicht.

Der Bell-Alarm hat drei Empfindlichkeitsstufen. Auf der höchsten Stufe reicht es schon, dass man sich neben der Furbo unterhält, damit die Push-Nachricht „Bell Alarm Ihr Hund bellt. Möchten Sie sehen, was los ist?“ erscheint. Die Übertragung der Nachrichten erfolgt in Echtzeit: einmal musste ich in der Küche niesen und bekam direkt die Nachricht, dass der Hund bellt.

Die Furbo-App ist intuitiv bedienbar. Alle Funktionen sind uneingeschränkt nutzbar. Die FAQ geben Antworten auf die wichtigsten Fragen. Hin und wieder bin ich allerdings auf der englischsprachigen Seite gelandet oder die Seite war noch nicht komplett für den deutschen Markt adaptiert (siehe die Auswahl der besten Leckerlis für die Furbo).

Die Kosten
(Stand: 28. Februar 2019)

Derzeit ist die Furbo Hundekamera im Shop für 199,- € (statt 259,- €) erhältlich. Während des Bestellvorganges wechselt man zur englischsprachigen Seite – der Versand ist jedoch kostenlos und die Lieferung soll 5-7 Werktage benötigen. Eine Bezahlung ist per Kreditkarte, Paypal oder Sofort-Überweisung möglich.

Bei Amazon ist die Kamera ebenfalls erhältlich: hier kostet sie zur Zeit sogar 199,- € und die Lieferung ist ebenfalls kostenlos. Die Lieferzeit ist deutlich kürzer (mit Prime erfolgt die Lieferung am nächsten Tag).

Das Fazit

Die Furbo Hundekamera ist ein Gadget – keine Frage – und für mich anfangs größtenteils eine Spielerei gewesen. Seit ich aber wieder arbeite, hat die Kamera eine neue Funktionsebene erreicht. Geht der Bell Alarm los, kann ich nachschauen, was los ist und Rosa mit ein paar Leckerlis von Wolf, der draußen mit seinem Herrchen vorbeifährt, oder dem Trennungsschmerz ablenken. (Natürlich hält dieser nicht lange an, gerade nach Urlaubsphasen ist Rosa aber zehn Minuten nach meiner Abfahrt meistens etwas traurig.) Wenn ich die App zwischendurch öffne, gibt es zumeist nicht viel zu entdecken: Rosa verschläft den Tag auf ihren Lieblingsplätzen.

Dass die Übertragung nicht immer direkt in Echtzeit erfolgt oder die Videos nicht immer komplett flüssig sind, stört mich nicht. Wir leben hier auf dem Dorf und die Internetgeschwindigkeit lässt hin und wieder zu Wünschen übrig. Mit diesen Verzögerungen habe ich gerechnet – vor allem auch dann, wenn ich über die Mobilen Daten auf die Kamera zugreife. Auch das seltene Rauschen bei der Videoübertragung und gelegentlich vorkommende akustische Rückkopplungen sind für mich zu vernachlässigen.

Die zusätzlichen Funktionen sind ganz witzig: Aufnahmen mache ich hin und wieder, wenn ich unseren Facebook-Followern zeigen möchte, was Rosa alleine (nicht) anstellt – ansonsten gibt es natürlich schönere Bilder von Rosa. Die Sprachfunktion nutze ich eher selten, da Rosa damit nicht viel anfangen kann. Ich habe allerdings Freude daran, Rosa mit ein paar anfliegenden Leckerlis zu überraschen. Keine Frage: alleine deshalb gibt Rosa eine klare Kaufempfehlung für die Furbo ab!

Wie sieht es aber mit mir aus? Würde ich die Furbo für derzeit 199,- € kaufen? Nach der ersten Testphase war ich der Meinung, dass die Kamera vor allem eine Spielerei ist und ich dafür als sparsamer Mensch vermutlich nicht so viel Geld ausgeben würde. Doch mittlerweile möchte ich sie nicht mehr missen. Sie ist absolut hochwerig, sieht stylisch aus und es macht Spaß, sie zu bedienen. Außerdem ist es beruhigend, wenn den ganzen Tag über kein Bell Alarm losgeht und ich weiß, dass es Rosa gut geht.

Alles in allem ist die Furbo ein tolles Gadget, an der ich Freude gefunden habe. Ich bin überzeugt, dass sie für den ein oder anderen Hundehalter eine tolle Ergänzung für den Alltag ist. Ich kann sie übrigens auch über meine Apple Watch bedienen, wenn auch mit weniger Funktionen als auf dem iPhone: ich kann Leckerlis zuwerfen und erhalte den Bell-Alarm als Push-Nachricht.

Vielen Dank an den die KARKALIS COMMUNICATIONS GmbH, welche mir die Kamera zur Verfügung gestellt hat.

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Rosa – Raus aus dem Tierheim, rein ins Leben

Eine Antwort auf „[Produkttest] Furbo Hundekamera“

  1. Dankeschön für den tollen ausführlichen Bericht.
    2 fragen hätte ich allerdings noch.
    Ist die Kamera auch für Android geeignet? Die 2 te frage ist könnte man die Kamera auch über 2 Handys einsehen also sprich @Patrick und ich auf unseren Handys oder ist sie nur mit einem Gerät koppelbar? Da uns das nämlich sehr wichtig wäre das wir beide die Möglichkeit hätten zu schauen wenn wir nicht zuhause sind. Hatten nämlich mal eine Kamera da war es nicht möglich was für uns absolut nicht zufriedenstellend war.

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