[Produkttest] Furbo Hundekamera

„Sehen, sprechen und Leckerlis werfen – von überall!“ – als ich im Januar von KARKALIS COMMUNICATIONS angeschrieben wurde, ob ich die interaktive Hundekamera Furbo testen wolle, zögerte ich nicht. Ich liebäugelte schon länger mit diesem spannenden Gadget und Rosa war beim obigen Werbespruch ohnehin sofort überzeugt. Leckerlis von überall? Wer kann da schon „Nein“ sagen?! In diesem Beitrag werde ich berichten, ob die Furbo mir ermöglicht, immer in Kontakt mit Rosa zu sein – visuell, auditiv und auf Leckerli-Basis – und ob ich eine Kaufempfehlung für die Hundekamera ausspreche.

Die Furbo Hundekamera wurde mir kostenlos von der KARKALIS COMMUNICATIONS GmbH zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag stellt dennoch meine objektive Meinung dar.


Lieferumfang

Die Furbo Hundekamera kam in einem Paket der KARKALIS COMMUNICATIONS GmbH bei uns zu Hause an. In diesem befand sich ein kleinerer Karton mit einem „Furbo Dog Camera“ Siegel, der in niedliches Papier mit Pfotenabdrücken eingepackt war. Um Beschädigungen zu vermeiden, befand sich zusätzlich Luftpolsterfolie im Paket. Das KARKALIS-Team hatte eine liebe Botschaft und ein Tütchen mit Leckerlis beigelegt.

In dem versiegelten Karton befand sich ein weiterer, sehr hochwertiger Karton, in welchem die Kamera, ein Netzteil mit zwei Steckdosen-Adaptern (Typ C – Eurostecker und Typ G – Commonwealth-Stecker), ein zwei Meter USB-Kabel und eine Schnellanleitung zu finden waren. Auf dem letzten Karton standen einige Informationen gedruckt, wie zum Beispiel die Funktionen der Kamera und technische Spezifikationen.

Die Kamera selbst sieht absolut edel aus. Sie ist aus weißem Kunststoff gefertigt und der Produktname steht dezent am unteren Rand. Die Furbo wiegt etwa 950 g und hat Abmessungen von 15x12x22,5 cm. Den Abschluss für das Leckerli-Fach bildet eine stylische Bambusholz-Abdeckung, welche die Furbo mit einem Gummirand abdichtet. Auf diese Weise sitzt der Deckel fest und es muss Kraft aufgewendet werden, um das Fach zu öffnen. Wer für seine Furbo einen dauerhaften Standort ausgewählt hat und sichergehen möchte, dass die Kamera nicht verschoben wird, kann die 3M Montageklebebänder an der Unterseite benutzen, welche eine sehr gute Klebeleistung haben sollen (nicht von mir getestet).

Das schlichte Design erinnert mich an diese automatischen Duftspender. Im vorderen Bereich sind die Kamera, das Mikrofon, der Lautsprecher, der Bell-Sensor und die Ausflugschneise für die Leckerlis. Unter dem Produktnamen befindet sich die Statusanzeige, die auf fünf unterschiedliche Weisen leuchtet: weiß (Inbetriebnahme), grün (installationsbereit), gelb (Standby Modus), blau (Furbo ist im Einsatz) und lila (keine WiFi-Verbindung).

Schnellstart

Ich bin ein Freund von intuitiver Bedienbarkeit und somit traf die Furbo mit ihrer Schnellanleitung genau ins Schwarze. Das kleine Faltheftchen beschreibt den Aufbau der Kamera und die einfache Inbetriebnahme – und das in acht Sprachen. Das Starten ist denkbar simpel: die Furbo wird an das Stromnetz angeschlossen, der grüne Status-Indikator muss aufleuchten („installationsbereit“) und die Furbo-App heruntergeladen werden. Da ich ein iPhone 6 besitze, installierte ich die Anwendungssoftware aus dem App Store (iOs). Die weitere Installation der Kamera erfolgte über die Installationsanleitung in der App.

Funktionen
laut Hersteller

Live-Übertragung in HD-Video• Voll-HD Video Auflösung
• Weitwinkel-Linse mit 160° Blickwinkel (diagonal)
• 4-fach digitaler Zoom
• Videoqualität individuell einstellbar (360p, 720p, 1080p)
Interaktives Leckerli-Werfen• Kapazität von bis zu 100 runden Leckerlis
• individuell einstallbarer Snack-Ruf
• Steuerung über die App
2-Wege-Audio• eingebauter Lautsprecher mit Sprachfunktion
• individuell einstellbare Lautstärke
• Geräusch- und Echodämpfung
• hochqualitatives Mikrofon
Nachtsicht• Infrarot LED Nachtsicht (manuell oder automatisch)
Bell-Alarm• in Echtzeit
• Push-Nachrichten aufs Smartphone
• individuell einstellbare Empfindlichkeit (L = Low, M = Medium, H = High)
Foto & Video• Screenshots
• 60 Sekunden Videoaufnahmen
Die Furbo ist einsatzbereit.

Technische Spezifikationen

Internet-Verbindung: 802.11 b/g/n @ 2,4 GHz Bluetooth Low Energy (BLE)
Strom: 100-240V, 5V2
Empfohlen wird eine WLAN-Upload-Geschwindigkeit von mindestens 0,8 Mbps (0,1 MB/s), um die beste Video-Streaming-Qualität zu gewährleisten.

Laut Furbo Kundendienst ist dem Unternehmen die Sicherheit der Kunden-Privatsphäre wichtig, weswegen für die Kamera private Server genutzt werden. Diese speichern jedoch nicht die Fotos und Videos, die der Kunde mit der Furbo aufnimmt. Das Unternehmen ist bemüht, sich in diesem Bereich stets zu verbessern. Die Webseite besitzt ein SSL-Zertifikat und in der App muss man einen Account mit Passwort anlegen.

Furbo-App

Startseite

Menü oben links• Startseite
• Konto (an-/abmelden)
• Über uns (App-/Furbo-Version, Updates)
• Kontaktieren Sie uns (Facebook, In-App, E-Mail)
FAQ oben rechts• häufig gestellte Fragen & ihre Antworten auf Deutsch
Hundeprofil• Profilbild
• Name
• Rasse
• Alter
• Geburtsdatum
• Gewicht
aktuelles Kamerabild• inklusive Datum und Uhrzeit
Leckerli-Status• Übersicht über bereits geworfene Leckerlis
• Diagramm
• "Herzchen-Anzeige" - wie "glücklich" ist der Hund?

Kamera-Modus

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Datum/Zeit• YYYY/MM/DD HH:MI:SS
Einstellungen• Snack-Ruf (Standard-Aufnahme oder Eigene Aufnahme machen)
• Videoqualität (360p, 720p, 1080p)
• Nachtsicht (Automatisch, Ein, Aus)
• Bell-Alarm (Bell-Erkennung an/aus, Empfindlichkeit)
• Furbo Lautstärke
• Zeitzoneneinstellung
• Kamera an/aus
• WLAN zurücksetzen
• Trainingsvideo anschauen
Video-Symbol• 60 Sekunden Videoaufnahme
Foto-Symbol• Screenshot
Leckerli-Symbol• Leckerli werfen
Mikrofon-Symbol• Sprachfunktion

Die Furbo Hundekamera im Test

Nachdem ein passender Ort, von dem aus die wichtigsten Schlafplätze bei meiner Abwesenheit einzusehen sind, für die Kamera gefunden war und ich die Furbo samt App schnell und erfolgreich installiert hatte, konnte unsere Testphase beginnen. Für die Beurteilung und Qualität der Verbindung ist sicherlich von Bedeutung, wie die hiesige Internetgeschwindigkeit ist und welche mobilen Daten ich nutze:

Deutschland | LTE | MagentaZuhause S Hybrid (16/2,4)
Download: 14.661 kbit/s | Upload: 11.010 kbit/s | Ping-Geschwindigkeit: 35 m*
Mobile Daten: Vodafone.de
*Stand: 21.02.2019

Die Bedienung der App ist intuitiv möglich. Im Kamera-Modus ist es nötig, das Smartphone im Querformat zu halten. In diesem Modus werden Geräusche mit dem Mikrofon aufgezeichnet und übertragen, allerdings ist ein ziemliches Rauschen zu hören. Das Bild ist nicht komplett flüssig und etwas zeitverzögert (etwa 0,5 Sekunden). Sowohl die Video- als auch die Fotoaufnahmen beinhalten das Datum und die Zeit sowie das Furbo-Logo. Die Videoqualität entspricht 1080p.

Die Furbo gefüllt mit Fleischeslust Leckerlis.

Rosas Lieblingsfunktion – das Leckerli-Werfen – funktioniert einwandfrei, indem ich auf das Leckerli-Symbol tippe. Es wird jedoch nicht nur ein Snack aus dem Gerät katapultiert, sondern gleich mehrere. (Rosa vergibt dafür Extrapunkte!) Das Geräusch, welches die Furbo beim Leckerli-Auswurf macht, ist für manche Hunde sicherlich gewöhnungsbedürftig und es wird dazu geraten, die Hunde langsam an das Geräusch heranzuführen. Da ich jedoch sehr ungeduldig bin, habe ich Rosa direkt mit Leckerlis abgeworfen. Sie verstand sofort, dass der Lärm Futter bedeutet.

Ist der Vorrat aufgebraucht, bilden etwa 1 cm im Durchmesser große, nicht klebrige und nicht leicht zu zerbröckelnde Leckerlis Ersatz. Die Vorschläge in den FAQ führen jedoch zu keinem deutschen Onlineshop. Ich habe die Furbo mit den Geflügel und Hirsch Minis von Fleischeslust neu befüllt, weil diese meinen Ansprüchen an Leckerlis am ehesten entsprechen, auch wenn sie verhältnismäßig teuer sind. Ist das Fach schon einmal leer, ist eine Reinigung mit einem feuchten Tuch möglich. Kleinere Krümel lassen sich so jedoch nicht entfernen.

Durch das 2-Wege-Audio und über das Mikrofon-Symbol ist es möglich, mit dem Hund zu sprechen. Rosa reagiert zwar auf meine Stimme, ist dadurch jedoch etwas irritiert – Kommandos nimmt sie über die Furbo nicht oder nur zufällig an. Die Übertragung der Sprache ist ebenfalls etwas zeitverzögert (etwa 1 Sekunde).

Im Nachtsicht-Modus ist der komplette Raum einsehbar und gut erkennbar.

Morgens früh OHNE Nachtsicht.
Morgens früh MIT Nachtsicht.

Der Bell-Alarm hat drei Empfindlichkeitsstufen. Auf der höchsten Stufe reicht es schon, dass man sich neben der Furbo unterhält, damit die Push-Nachricht „Bell Alarm Ihr Hund bellt. Möchten Sie sehen, was los ist?“ erscheint. Die Übertragung der Nachrichten erfolgt in Echtzeit: einmal musste ich in der Küche niesen und bekam direkt die Nachricht, dass der Hund bellt.

Die Furbo-App ist intuitiv bedienbar. Auf der Startseite bekomme ich meistens zunächst die Information, dass die Verbindung fehlgeschlagen ist, wechsele ich jedoch in den Kameramodus, wird die Verbindung hergestellt und das Bild zuverlässig übertragen. Auch alle Funktionen sind uneingeschränkt nutzbar. Einzig die Einstellungen bereiten Probleme: eigentlich sollte es in den Haupteinstellungen möglich sein Veränderungen (z.B. der Empfindlichkeit des Bell-Alarms) vorzunehmen. Versuche ich dies, wird mir immer mal wieder die Fehlermeldung „Furbo hat keine Netzwerkverbindung, vergewissern Sie sich, dass die Netzwerkverbindung stabil ist und versuchen Sie es erneut.“ angezeigt. Manchmal funktioniert es nach einiger Zeit oder nach einem Neustart des iPhones. Auch sind manchmal die Einstellungen andere, als ich ursprünglich ausgewählt habe: am einen Tag war zum Beispiel der Bell-Alarm wie gewollt an und am nächsten Tag stand er auf „Aus“.

Verbindung fehlgeschlagen – häufig die Begrüßung beim Öffnen der App.
Die Problematik, wenn ich die Einstellungen ändern möchte. Manchmal klappt es dann, wie von Geisterhand.

Die FAQ geben Antworten auf die wichtigsten Fragen. Hin und wieder bin ich allerdings auf der englischsprachigen Seite gelandet oder die Seite war noch nicht komplett für den deutschen Markt adaptiert (siehe die Auswahl der besten Leckerlis für die Furbo).

Die Kosten
(Stand: 28. Februar 2019)

Derzeit ist die Furbo Hundekamera im Shop für 199,- € (statt 259,- €) erhältlich. Während des Bestellvorganges wechselt man zur englischsprachigen Seite – der Versand ist jedoch kostenlos und die Lieferung soll 5-7 Werktage benötigen. Eine Bezahlung ist per Kreditkarte, Paypal oder Sofort-Überweisung möglich.

Bei Amazon ist die Kamera ebenfalls erhältlich: hier kostet sie zur Zeit sogar 199,- € und die Lieferung ist ebenfalls kostenlos. Die Lieferzeit ist deutlich kürzer (mit Prime erfolgt die Lieferung am nächsten Tag).

Das Fazit

Die Furbo Hundekamera ist ein Gadget – keine Frage – und für mich ist sie zur Zeit noch größtenteils eine Spielerei, da Rosa und ich die meiste Zeit zusammen sind. Was also habe ich mir von der Kamera erwartet und wurde dies erfüllt?
Ich habe mir einen raffinierten technischen Gegenstand erhofft, durch den ich Rosa beobachten kann, wenn ich doch einmal ohne sie unterwegs bin. Kurzum: dies ist mir durch die Furbo möglich. Wenn ich die App starte, kann ich genau sehen, was Rosa macht. Der Zweck der Kamera ist somit erfüllt.

Dass die Übertragung nicht immer direkt in Echtzeit erfolgt und die Videos nicht komplett flüssig sind, stört mich nicht. Wir leben hier auf dem Dorf und die Internetgeschwindigkeit lässt hin und wieder zu Wünschen übrig. Mit diesen Verzögerungen habe ich gerechnet – vor allem auch dann, wenn ich über die Mobilen Daten auf die Kamera zugreife. Auch das Rauschen bei der Videoübertragung und gelegentlich vorkommende akustische Rückkopplungen sind für mich zu vernachlässigen.

Die zusätzlichen Funktionen sind ganz witzig: Aufnahmen mache ich hin und wieder, wenn ich unseren Facebook-Followern zeigen möchte, was Rosa alleine (nicht) anstellt – ansonsten gibt es natürlich schönere Bilder von Rosa. Die Sprachfunktion nutze ich eher selten, da Rosa damit nicht viel anfangen kann. Ich habe allerdings Freude daran, Rosa mit ein paar anfliegenden Leckerlis zu überraschen. Keine Frage: alleine deshalb gibt Rosa eine klare Kaufempfehlung für die Furbo ab!

Wie sieht es aber mit mir aus? Würde ich die Furbo für derzeit 199,- € kaufen?
Ich bin ehrlich: den ursprünglichen Preis von 259,- € würde ich für die Kamera nicht zahlen wollen – was nicht heißt, dass ich diesen nicht für gerechtfertigt halte. Die Furbo hält definitiv, was sie verspricht, und ist absolut hochwertig. Sie sieht stylisch aus, es macht Spaß, sie zu bedienen, und ich freue mich, dass ich – sobald ich nächste Woche in meinen neuen Job starte – Rosa von unterwegs beobachten kann.

Rosa ist allerdings ein Hund, der problemlos alleine bleibt. Ich bin mir bei ihr sicher, dass sie die meiste Zeit meiner Abwesenheit verschläft und keinen Unfug anstellt. Für uns ist die Kamera also vor allem eine Spielerei und dafür würde ich als sparsamer Mensch vermutlich kein Geld ausgeben. Hätte ich jedoch wieder einen Pflegehund oder wäre gerade ein Hund neu bei mir eingezogen, dann würde die Furbo sicherlich zu einem regelmäßig genutzten Gegenstand werden, für den ich dann auch über Kosten von bis zu 259,- € nachdenken würde. Dazu muss ich sagen, dass ich keinen Vergleich zur Furbo habe!

Die einzige Sache, die mich an der Kamera stört, sind die häufigen Verbindungsfehler, möchte ich die Einstellungen ändern. Der Kamera-Modus funktioniert jedoch immer.
Natürlich habe ich mich mit dieser Problematik an den Kundenservice gewandt und über den Browser mit „George :)“ gechattet. Mir wurde sehr schnell geantwortet – allerdings auf Englisch und per Übersetzung. Da meine Frage bezüglich der Verschlüsselung sehr speziell war, schrieben „George :)“ und ich auf Englisch weiter. Ansonsten scheint die Übersetzungs-Funktion aber sehr gut zu sein. (Das Problem wurde bisher noch nicht behoben – ich stehe diesbezüglich jedoch weiterhin mit dem Kundenservice in Kontakt.)

Alles in allem ist die Furbo ein tolles Gadget, an der ich Freude gefunden habe. Ich bin überzeugt, dass sie für den ein oder anderen Hundehalter eine tolle Ergänzung für den Alltag ist. Wenn im nächsten Monat bei mir eine Apple Watch einzieht, freue ich mich, dass darauf auch die Furbo App funktioniert, wenn auch mit weniger Funktionen als auf dem iPhone: ich kann Leckerlis zuwerfen und erhalte den Bell-Alarm als Push-Nachricht.

Vielen Dank an den die KARKALIS COMMUNICATIONS GmbH, welche mir die Kamera zur Verfügung gestellt hat.

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Rosa – Raus aus dem Tierheim, rein ins Leben

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