Packliste Baltikum-Roadtrip

Wichtiger Hinweis: Dies ist die komplette Packliste für meinen 38-tägigen Roadtrip durch das Baltikum in meinem Golf 6 Plus mit Rosa. Drei Monate lang habe ich mich intensiv mit der Planung beschäftigt, habe Equipment getestet, Preise verglichen und tief in die eigene Tasche gegriffen, um bestmöglich vorbereitet zu sein. Demnach sind alle Artikel, die ich hier aufliste, selbst gekauft und die WERBUNG erfolgt ehrlich und gewissenhaft – ich wurde nicht dafür bezahlt! Um es euch leichter zu machen, habe ich bei einigen Produkten eine direkte Verlinkung zum jeweiliegen Shop eingebaut. Ich gewähre nicht, dass diese noch zum günstigsten Ergebnis führt. Sollte euch die Packliste eine Hilfe sein, würde ich mich freuen, wenn ihr sie mit einem Like/Kommentar/Teilen honorieren würdet. Ihr könnt die Packliste kostenlos für euch nutzen. Wenn sie euch gefällt, würden Rosa und ich uns freuen, wenn ihr einen Obolus dalassen würdet: für Rosas nächstes ÖRGS oder den nächsten Roadtrip. Das geht per Paypal „an Freunde und Familie“ über zissi-nz@gmx.de. Danke!

Allgemein im Auto

  • Feuerlöscher (neben den üblichen Mitführpflichten gehört im Baltikum ein Feuerlöscher in jedes Auto. Für ausländische Fahrzeuge gilt die Pflicht nicht, der ADAC rät jedoch zur Mitnahme.)
  • Kompressorkühlbox: Mobicool FR40 38l, inkl. 2 Netzkabel (12/24 und 230 V)
  • 2. Ersatz-Autobatterie inkl. Erhaltungsladegerät, Starthilfekabel und Adapter auf Zigarettenanzünder (im Notfall zur Starthilfe, vor allem aber für das autarke Betreiben der Kompressorkühlbox)
  • 25 m SCHUKO-Verlängerungskabel (für extrem hohe mechanische Belastung)
  • SCHUKO-Kupplung auf CEE-Stecker (nur ein Mal benötigt)
  • 3 x 10l Wasserkanister faltbar (nehmen leer keinen Platz weg)
  • Campingtisch und Campingstuhl
  • Regenschirm (der Knirps ist ohnehin immer im Auto)
  • 2 Fenstergitter (häufig genutzt, wenn Rosa im Auto warten musste)
  • Autokarte 1:400.000 (etwas unhandlich)
  • Reiseführer: Mit dem Wohnmobil ins Baltikum… (sehr empfehlenswert)
  • Notizbücher und Stifte (für Ausgaben, Aufbewahrung von Bons, Tagebuch etc.)
  • Rücksitzorganizer (für Stifte, Hundekotbeutel, Toilettenpapier, iPad etc.)
  • Deuter Speedlite 20 l inkl. kleiner zusammenknüllbarer Einkaufstasche
  • Deuter Pulse Four EXP (Gürteltasche, vor allem als Sitzorganizer genutzt)
  • Reiseapotheke (individueller Bedarf, ich benötigte nur Leukosilk zum Flicken des Zeltes, Fenistil und antiallergisches Nasenspray)
  • kleine Handschaufel
  • Desinfektionsmittel (jederzeit griffbereit)

Auf dem Beifahrersitz und auf der Rücksitzbank standen insgesamt vier Aufbewahrungsboxen mit jeweils 60l Fassungsvermögen, die ich in vier Kategorien unterteilt und dann befülllt habe: Küche, Klamotten, Zelt und Sonstiges.

Küchenkiste

  • großes Schneidebrett
  • großes Sieb, große Salatschüssel, kleine Schüssel (u.a. als Hundenapf benutzt)
  • große eckige Schüssel (zum Geschirrspülen oder Wäsche waschen)
  • 3 Gaskartuschen von Campingaz 470 Plus + Topfträger (die Kartuschen gibt es nicht überall nachzukaufen, deswegen vorher informieren oder lieber mehr auf Vorrat mitnehmen)
  • ZIPPO, Feuerzeugbenzin und 2 Feuerzeuge (sicher ist sicher)
  • Topf (inkl. Deckel), Pfanne
  • 2 Teller, 2x Besteck, 1 scharfes Messer
  • Kunststoff-Tasse (geht eher als Schüssel durch, inkl. Messstriche)
  • Kochlöffel, Pfannenwender, Schneebesen
  • Dosenöffner
  • Espressokocher
  • Thermobecher
  • Chilly’s Bottle 750ml (hält 24 h heiß)
  • Emaille-Becher, Kunststoff-Becher
  • Trinkflasche (perfekt auch für Getränke mit Kohlensäure)
  • LifeStraw Go (Wasserfilterflasche)
  • Kaffeepulver, Tee
  • Essig/Öl
  • Mehl, Zucker, Brühe, Salz, Pfeffer, Curry, Salatkrönung, Backpulver, Rahmsoße
  • Reis, Nudeln, Kartoffelbrei (alles Reste, das gibt es vor Ort günstig zu kaufen)
  • Zwiebeln, Knoblauch (ebenfalls Reste, gibt es auch vor Ort günstig zu kaufen)
  • diverse Uncle Ben’s Soucen (gibt es vor Ort ebenfalls zu kaufen)
  • 1 Küchenrolle
  • 1 Topfreiniger-Schwamm, 1 Allzwecktuch-Wischlappen
  • 1 kleine Flasche Spülmittel
  • 2 Geschirrtücher
  • ZIP-Beutel
  • 1 Flasche Hendrick’s Gin & Tonicwater für die besonderen Orte

Klamottenkiste

  • Kleidertaschen-Set, 6-teilig
  • Unterwäsche für eine gute Woche, Socken in verschiedenen Längen
  • Merino-Klamotten: Leggings, Longsleeve, T-Shirt, Socken (nächstes Mal würde ich noch zwei Merino-T-Shirts mehr mitnehmen und dafür andere weglassen)
  • Schlafshirt und Boxershorts
  • T-Shirts und Tops (5)
  • 1 dünner Pullover, 1 dicker Pullover
  • 1 Jogginghose, 1 Jeans
  • 2 Shorts, 1 Kleidchen
  • Cappy, Merino-Loop, Mütze
  • 1 Bikini, 1 Kiteshorts
  • 1 Tuch, 1 Schal (eins von beidem hätte gereicht)
  • Sneakers, Mesh-Sandalen, Flip Flops
  • Regenjacke (zum Glück nur ein oder zweimal benötigt)
  • 2 Handtücher, 1 Turban-Handtuch, 1 Waschlappen

Zeltkiste

  • Zelt: Hubba Hubba NX von MSR
  • Zeltunterlage: GEERTOP 20D
  • Zeltunterlage: casa pura 2×3 m (für besonders strapazierende Untergründe)
  • große Decke, die genau den Zeltboden bedeckt (um diesen und die Isomatte zu schützen)
  • Schlafsack: Mountain Hardwear Lamina Z Flame -6°C (ich hatte noch einen leichten Sommerschlafsack dabei, würde aber immer wieder diesen mitnehmen, da man ihn bei entsprechend warmen Temperaturen als leichte Decke nutzen kann)
  • Isomatte: Therm-a-Rest NeoAir Xlite
  • Kopfkissen: Helium-Kissen, Innenkissen von Rosas Kringel (ich benötigte zwei Kissen, da mich meine Mutter besuchen kam)

Sonstiges Kiste

  • LED Campinglampe (kein gemütliches Licht aber funktional)
  • LED Lichterkette (sehr gemütliches Licht – kam täglich zum Einsatz!)
  • 3 S-Haken (zum Befestigen der Lichterkette im Zelt)
  • Kartenspiel, Bücher
  • Bodylotion (anstelle von 400 ml würde ich eine kleinere Packung mitnehmen)
  • Sonnencreme
  • Shampoo & Haarspülung
  • ANTI BRUMM forte (Autan wirkt häufig nicht)
  • Mückenspirale (nächstes Mal käme noch eine Citronella-Kerze mit)
  • bite away (unbedingt mitnehmen! Am besten direkt mit Ersatzbatterien)
  • Hornhautfeile + Hirschtalgcreme (die Füße werden es danken)
  • Menstruationstasse
  • Frauenurinal (bisher noch nie benutzt, hätte ich mir jedoch in der ein oder anderen Situation gewünscht)
  • Travel Soap Eco (ökologische Reiseseife für Körper, Geschirr und Wäsche, auch für Salzwasser geeignet – Achtung: immer 10 m abseits eines Gewässers ausspülen!)
  • ein paar Meter Wäscheleine + 10 Wäscheklammern
  • 3 Rollen Toilettenpapier, feuchtes Toilettenpapier (biologisch abbaubar)
  • Sil saptil (für Reise und Vorbehandlung)

Rosa

  • EU-Heimtierausweis (das Tier muss gegen Tollwut geimpft und gechipt sein)
  • Maulkorb (lag die ganze Reise über direkt hinter der Windschutzscheibe)
  • Kuschelkringel
  • Schlafsack von Woof & Company
  • kleine Decke und Vetbed
  • Halsbänder (eins davon wasser- und schmutzabweisend)
  • Tractive GPS
  • Fettlederleine und Schleppleine
  • Zuggeschirr und Running Belt
  • Schwimmweste
  • schwimmender Dummy
  • Dryup Cape (Hundebademantel)
  • AutoDogMug
  • Hundekotbeutel
  • Flohkamm, Zeckenhaken
  • ACME-Pfeife
  • diverse Leckerlis
  • einige Gefrierdosen (mit Futterportionen)

Elektronik

  • iPhone XR + Ladekabel (eins im Auto, mind. 1 als Ersatz)
  • MonkeyStick (als Smartphone-Halterung im Auto und für Selbstauslöser-Fotos)
  • AppleWatch + Ladekabel
  • iPad (Spiele, Filme etc.)
  • UE Roll (Bluetooth-Lautsprecher) + Ladekabel
  • USB-Stecker
  • Powerbank: PowerCore 13000 von Anker
  • GoPro Hero 3 + Zubehör
  • Epilierer + Ladekabel
  • Kärcher OC3 + Ladekabel (zum Abspülen von Geschirr, als Dusche mit warmen Wasser oder zum Reinigen von diversen Dingen)
  • elektrische Zahnbürste + Ladestation
  • Dreifachstecker (Schuko)

Was ich nicht noch einmal mitnehmen würde

  • 1 l Motoröl (es gibt im Baltikum schlichtweg überall gut ausgestattete Tankstellen – ich würde mich im Voraus informieren und notieren, welches Öl mein Fahrzeug benötigt, und somit im Ernstfall wissen, welches ich kaufen müsste)
  • 2 LED-Teelichter (für mich war meine Lichterkette ausreichend)
  • 2 große Stumpenkerzen (aufgrund des Windes fast nie benutzt)
  • Streichhölzer (lieber Feuerzeuge)
  • Servietten (Küchenrolle tut es auch)
  • kleiner Messbecher (meine Decathlon-Tasse hat Messstriche)
  • Food Pot von Chilly’s (gibt es nicht mehr zu kaufen und macht nur Sinn, wenn man extra Wasser erhitzt, um den Behälter vorzuheizen, was ich nicht getan habe)
  • 6 x 1,5 l Wasserflaschen (die Pfandflaschen nehmen unnötig Platz weg)
  • Kokosöl (für Rosa als Zeckenschutz, da wir wenig Zeckenkontakt hatten)
  • Solardusche (meine Alternative ist der Kärcher OC3)
  • Gummimatte (zum Draufstehen beim Duschen – nie genutzt und schwer)
  • Seile und Karabiner
  • Wander- und Halbschuhe
  • Übergangsjacke (ein dicker Pullover oder die Regenjacke reichen)
  • Pfefferspray

Camp Canis – Vol. 6.0 Nearly lost Hoope

Donna Luettjen Photography

Es sollte Rosas und mein sechster Start bei Camp Canis unter den üblichen Konditionen werden – ich suchte verrückte Hundemenschen, die der Meinung waren: „Schaff ich nicht! Mach ich nicht! Ich bin doch nicht wahnsinnig!“ Gemeinsam mit diesen wollte ich an den Start gehen. Und natürlich mit Rosa, meiner spanischen Schlittenhündin. Allerdings hieß es Anfang des Jahres plötzlich, dass ich sie nicht mehr im Zughundesport führen dürfe. Sollte dies das Aus für Hoope sein?

Aber zurück zum Anfang: im Oktober juckte es wieder in den Fingern – meine Lutumphilie meldete sich. Diese Liebe zum Schlamm lässt sich nur behandeln, indem man sich gleich für mehrere Camp Canis-Events auf einmal anmeldet. Somit startete ich eine weitere Teamsuche und beendete diese noch am gleichen Abend. Zwei Teams für Hoope und ein Team für die Wingst waren gesetzt. Bei WhatsApp entstanden drei neue Gruppen und stellten mich vor die Herausforderung, zig neue Namen von Hunden und Menschen zu lernen und zu begreifen, wer in welches Team gehört. Nie zuvor fiel es mir schwerer, alles unter einen Hut zu bringen. Ich werde halt auch nicht jünger!

Erneut als Teamleaderin fungieren zu können, erfüllte mich mit Freude. Insgesamt fünfmal war ich 2018 mit Rosa bei Camp Canis gestartet: in Hoope mit den „Viatores Mundi“ (Weltenbummler), einmal in der Wingst mit „Polaris Crux“ (Polarstern & Kreuz des Südens), einmal mit den „Canes Lutulenti“ (Dreckige Hunde), einmal im Hunsrück mit „Canini Matschgenuss“ und am anderen Tag mit den „Canes Törfelino“ . Dass ich lustige Teams zusammenwürfel und diesen lateinische Namen gebe, hat sich längst rumgesprochen. So soll das sein! [Hier geht’s zum Blogbeitrag!]

Dann kam aber der Tag, an dem mir der Tierarzt jegliche Hoffnung auf einen Camp Canis-Start nahm. Ich erinnere mich, wie ich heulend im Auto saß und meine Teams scheu machte, dass sie ohne mich zurechtkommen müssten. So cool die Events mit dem ganzen Drumherum auch sind und so Leid es mir für alle tat: ich wollte auf keinen Fall nur traurig vom Rand aus zuschauen und hatte schon fast beschlossen, nicht nach Hoope zu fahren. Und so ließ ich meine Teamleader-Fähigkeiten mehr als je zuvor schleifen und konzentrierte mich weiterhin voll und ganz auf Rosa. Die kompetente Sporthundephysiotherapeutin Britta Reiland entflammte schließlich einen neuen Hoffnungsschimmer: vielleicht würde Rosa erst einmal pausieren müssen, doch das Aus für unsere sportlichen Aktivitäten sah sie nicht!

YAY!!!

Wir waren also wieder mit dabei. Anders als ursprünglich geplant und getreu dem Camp Canis-Motto: Never lose Hoope. Das Team für Samstag, „Luto Caelis Est“ (Schlamm ist mein Himmel), musste ohne mich zurecht kommen – stattdessen feuerte ich sie und alle anderen, die den Trail rockten, lauthals als Streckenposten an. Dem Team für Sonntag, „Canes Insani“ (Verrückte Hunde), blieb ich jedoch weiterhin erhalten und startete mit Hündin Alissa. Bis zum letzten Tag blieb spannend, wer mit wem starten würde, denn noch Samstagabend ließ ein Hexenschuss eine traurige Lücke im Team entstehen, die jedoch würdig geschlossen wurde.

Das anstrengende Leben eines Camp Canis Crew Mitglieds

Samstag fungierten Rosa und ich also als Helfer. Organisatorin Melanie positionierte uns an einem eher unspektakulären Hindernis, weil sie der Meinung war, ich würde dort für Stimmung sorgen können. Challenge accepted! Rosa und ich richteten uns also ein und ich verbrachte den Tag brüllend an einem Abhang und schickte ein Team nach dem anderen zum Schwimmen in diverse Matschpfützen. Sorry, Teams, ich habe vergessen zu erwähnen, dass der ein oder andere Rüde genau dort pullern musste… Zwischendurch kam uns immer mal wieder jemand besuchen und brachte Haribos, Kaffee oder Pommes, sodass der Tag letztendlich recht schnell verflog. Ich kann es nur empfehlen, einen Tag als Teil der Crew dabei zu sein: es gibt gratis Essen, Trinken UND ein Ticket für ein Camp Canis Event. Ja und eventuell auch etwas Heiserkeit.

Am Sonntag durfte ich dann endlich meine Lutumphilie stillen und beweisen, dass ich eine echte Modderschnauze bin. Nach erfolgreichem Vet Check und Check-In mit Alissa bereiteten wir uns für den Start vor. Ich glaube wir waren das einzige Team, das schon absolut matschig an der Startlinie stand, da die Teamleaderin der Meinung war, zum echten Aufwärmen gehöre dazu, dass man schon durch diverse Pfützen im Warm Up-Bereich hüpft… Die Euphorie stieg, eine Horde an Freunden feuerte uns vom Rand aus an und dann konnten wir endlich auf den Trail. Es war geil!

Hikdography – Hiking Dogs Photography – by Dennis Kopatz

Alissa, die als Vertretung für Rosa eingesprungen war, machte ihren Job echt toll. Am ersten Hindernis musste ich das Tempo rausnehmen, weil sie leichte Unsicherheiten zeigte, doch als Nadine mit Bona vor uns war, folgte auch Ali und gab danach Gas. Auch alle anderen Mensch-Hund-Teams bewältigten die Aufgaben hervorragend und als besonders positiv ist mir im Gedächtnis geblieben, dass ich selten ein so „enges“ Team erlebt habe, das von Anfang bis Ende so nah beieinander lief. Ali war echt süß, weil sie sich mit mir oft nach vorne kämpfte, dann aber checken musste, ob Nadine und Bona auch wirklich folgten, um dann wieder im Vollspeed nach vorne zu preschen.

Jedes einzelne Teammitglied kann wahnsinnig stolz auf das sein, was es zusammen mit seinem caninen Partner geschafft hat. Es ist immer wieder erstaunlich, was sich zwischen ihnen bei so einem Lauf entwickelt. Bei Alissa habe ich das vor allem an den Gummibooten bemerkt, als sie etwas ängstlich davor stand und Nadine sie schon von einem Boot ins andere heben wollte. Das war aber gar nicht nötig: ein klein wenig guter Zuspruch, etwas Ruhe und schon traute sich Ali alleine über das aufregende Hindernis.

kk-dogfotos Karsten Kröger

Der Lutumphilie vollen Tribut zollend, war meine persönliche Mission im Hoope Park, jede. einzelne. Matschpfütze. mitzunehmen. Kein Wunder, dass ich schon nach der Hälfte der Zeit vollkommen durchgefroren war und selbst Hampelmänner nur noch wenig Linderung verschafften. Meine absolute Leidensgenossin war Stephie, die mit Enki zusammen ebenfalls durch den tiefen Teich geschwommen war. Bei 10° C Lufttemperatur, im Schatten und bei Wind darf man aber auch kein Karibik-Feeling erwarten. Bei keinem anderen Lauf kam ich so schlotternd ins Ziel wie bei diesem! Obwohl ich wieder meine mobile Dusche mit warmen Wasser dabei hatte, knickte ich ein und musste heiß duschen gehen. Ich war so unterkühlt, dass ich nicht einmal mehr den Auslöser auf meinem Smartphone drücken konnte, um ein Selfie zu machen. Meine Zehen waren nicht mehr durchblutet und die Füße hatten blau-lila Flecken – als hätte mein Körper bereits mit dem Leben abgeschlossen. An dieser Stelle noch einmal Danke an die Frau, die mich ganz selbstverständlich mit unter die Dusche gelassen hat!

Anschließend konnte ich bei einem heißen Kakao und leckerem Essen das Wochenende mit meinen Freunden ausklingen lassen. Es war perfekt! Melanie Knies und das gesamte Camp Canis Team haben mal wieder verdeutlicht, warum diese Eventreihe mein absoluter Favorit ist. Ja, vielleicht klingt es kitschig, aber mittlerweile ist eine richtige Familie entstanden und neben den Luto Caelis Est und den Canes Insani war es toll, so viele „Ehemalige“ zu treffen (Anni, Franzi, Christin, Kerstin und Nicole), bekannte Gesichter wiederzusehen (vor allem auch meinen Lieblings-Zombie-Fotografen Karsten!), neue Freunde zu gewinnen (Natassja – nächstes Mal schicken wir die Hexe in den Ofen!) und Teil eines UNIVERSUMS zu sein. Irgendwann erfülle ich mir den Wunsch eines großen Gruppenfotos mit den vielen Verrückten, welche diese Events für mich einzigartig machen.

[Hier folgt bald noch ein tolles Bild! 🙂 ]

Besonderen Dank an dieser Stelle auch noch an Kaja von Tales & Tails für das Sponsoring [Werbung]. Sie hat nicht nur dafür gesorgt, dass beide Teams mit tollen T-Shirts ausgestattet wurden, sie hat auch ein ganzes Paket Leckerlis für die Starter springen lassen. Natürlich hat Rosa als eigentliche Teamleaderin auch etwas davon abbekommen. Vielleicht auch etwas mehr.

I nearly lost Hoope – aber ich habe die Hoffnung doch wiedergefunden. Zusammen mit ultratollen Menschen und ihren megagenialen Hunden habe ich ein fantastisches Wochenende verbracht und freue mich jetzt schon auf die Wingst im September. Natürlich ist mein allergrößter Wunsch, dass ich dann wieder mit Rosa, meiner Versicherung auf dem Trail, an den Start gehen kann, weil es mit dem eigenen Hund eben doch am Schönsten ist und ich ohne Rosa eben nur die halbe Zissi bin. Bis dahin erfreue ich mich, mit Momenten voller Glückshormonen, an den stolzen Berichten und grandiosen Fotos meiner Teamkolleginnen.

Sabine & Leo, Paula & Lotta, Zissi & Alissa, Nadine & Finley, Nadine & Bona, Stephie & Enki
kk-dogfotos Karsten Kröger

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Rosa – Raus aus dem Tierheim, rein ins Leben

StrongDog wild & dirty NORTH 2018

Nach unserer letztjährigen Teilnahme am StrongDog in Luhmühlen stand fest, dass wir 2018 erneut an den Start gehen würden. Es war gigantisch und spaßig – wie ein Tag auf einem großen Abenteuerspielplatz – und das wollten Rosa und ich erneut miterleben. Doch wie es im Leben mit Hund ist, kam alles etwas anders: Eine gute Woche vor dem Event musste ich die Teilnahme mit Rosa absagen. Für mich persönlich ein Tiefschlag, denn ich wollte beim Einzelstart sehen, wie viel bei uns wirklich geht. Die Lahmheit ungeklärter Ursache ließ aber keinen Start zu. Ich konnte mich jedoch glücklich schätzen, dass ich mit dem Hund einer Freundin auf den Trail durfte.

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Camp Canis³

Wie bin hier gelandet? Wie haben Rosa und ich diesen Punkt erreicht? „Du kannst nichts falsch machen“, haben sie gesagt, „Außer nicht dabei sein.“ Ist es wirklich so einfach? Wollten wir nur „nichts falsch machen“? Oder steckt mehr hinter unserer dreimaligen Teilnahme bei Camp Canis? Warum sind wir der Einladung gefolgt? Weil es hieß, es sei ein Abenteuer mit dem Hund? Na ja, seien wir mal ehrlich: vor allem ist es ein Abenteuer mit dem Matsch.

Alles kann, nichts muss. So lautet das Motto. Ihr könnt jetzt weiterlesen. Müsst ihr aber nicht. Aber so viel sei gesagt: wenn ihr einmal der Camp Canis Einladung folgt, dann gilt für euch in Zukunft: alles muss, nichts kann. Denn Camp Canis ist ein Event mit Suchtpotential.

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StrongDog Dogduathlon Scooter

Eigentlich machte die Teilnahme am StrongDog Hunde-Outdoor-Festival für uns keinen Sinn. Ich hatte bloß den Sonntag zur freien Verfügung und über drei Stunden Autofahrt für die An- und Abreise ergaben, obwohl es natürlich machbar war, keinen Sinn. Doch dann änderte sich die Situation und ich bekam die Möglichkeit, das Wochenende zu verlängern. Kurzerhand verschaffte ich mir einen Überblick der Wettbewerbe, die am Sonntag stattfinden sollten, und meldete Rosa und mich für den Dogduathlon Scooter. Nur wenige Sekunden später fragte ich mich ernsthaft: „*******, was habe ich getan???“

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StrongDog wild & dirty NORTH

Habe ich noch zum TOUGH HUNTER geschrieben, dass dieser wie der Fisherman’s Friend StrongmanRun sei, muss ich diese Aussage nun revidieren: TOUGH HUNTER ist ein aufregender Lauf mit vielen Aufgaben für Mensch und Hund. Aber eine canine Version des StrongmanRun ist definitiv eher der StrongDog wild & dirty. Wir waren wild, wir waren dreckig. Aber vor allem waren wir stark! Dabei war meiner Teampartnerin Stephie erst nach etwa vier Kilometern klar, dass sie sich für einen Canicross-Lauf angemeldet hatte…

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Tough Hunter 2017

„Niemals, sag‘ niemals ’niemals‘!“

… das wusste schon Feivel der Mauswanderer. Und doch bin ich mir sicher gewesen, dass ich einen Lauf wie den TOUGH HUNTER niemals mit Rosa absolvieren würde! Wir waren Anfänger. Hobbysportler! Ein Mensch-Hunde-Team, welches den Zughundesport ‚just for fun‘ macht. Und daran hat sich im Grunde bis heute nichts geändert. Nur, dass wir abenteuerlustiger geworden sind… und verrückter… einfach tougher! So kam es, dass wir am 21. Oktober 2017 beim TOUGH HUNTER Schloß Arenfels teilgenommen haben. Ihr werdet mir niemals glauben, wie geil dieses Event gewesen ist! „Tough Hunter 2017“ weiterlesen

Tough Dogz Run 2017

„Betty Woof sucht ein aufgestelltes, unternehmenslustiges Team, das am Tough Dogz Run in der Schweiz mitläuft und gerne von dem genauso aufgestellten, unternehmenslustigen Betty Woof – Team gesponsert werden möchte!“

Seit Dezember 2015 hatte ich die Kunst des Gewinnens perfektioniert: einen Aktivurlaub mit Hund, eine Hundephysiotherapie-Behandlung für Rosa, einen Wouf Pouf und noch viel mehr. Warum also nicht auch noch ein Sponsoring für einen etwas anderen Hindernislauf in der Schweiz gewinnen? Gut, das Liestal bei Basel in der Schweiz liegt nicht gerade um die Ecke aber sonst? Nach 1351,4 Kilometern mit dem Auto kann ich nun von unserem Erlebnis Tough Dogz Run berichten.

Yes, we were tough enough! „Tough Dogz Run 2017“ weiterlesen

kanu-mit-hund

„Duuu, hast du Sonntag schon was vor? Sag bitte, bitte ‚Nein‘!“ – wenn euch Jessica vom Husky-Team-Lügde eine solche Frage stellt, dann wird es zu 99,9% abenteuerlich. Entweder man findet sich nachts irgendwo im Wald wieder, man kommt matschbesudelt nach Hause oder aber – wie in diesem Fall – man wird zu einer Kanutour geladen. Zum Glück bin ich sehr spontan und somit sagte ich zu. Kanu mit Hund – warum nicht? Ein Regenguss am Vortag hatte die Luft merklich abgekühlt und somit meine einzige Sorge, es könne im Boot für die Hunde zu heiß werden, genommen. Gemeinsam mit Rosa ließ ich mich also auf dieses Abenteuer ein.

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Geocaching & Mountainbiking mit Hund

Es gibt so ziemlich unendlich und noch ein paar mehr Möglichkeiten, was man mit seinem Hund unternehmen kann. Für Jan, Rosa und mich sollte es aber ein Ausflug der besonderen Art werden: wir haben eine Mountainbike-Tour gemacht und sind nebenbei auf die Suche nach Geocaches gegangen. Dieses globale Spiel kann einem völlig neue Wege eröffnen – oder einen in den Wahnsinn treiben. Wie es bei uns abgelaufen ist, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag. Nur so viel sei gesagt: wir waren am Ende alle müde und kaputt. Aber zufrieden! „Geocaching & Mountainbiking mit Hund“ weiterlesen