Weserbergland-Weg – Etappe 9

11. Oktober 2017
Etappe 9: Lüntorf – Emmerthal
15,1 km – 3:20 Std

Wieder lag die letzte Etappe des Weserbergland-Weges viel zu lange zurück. Und das, wo doch die zweite komplette Heimetappe vor uns lag! Unser Wohnort und den Wanderweg trennten an der nächsten Stelle nur knapp 5 km Luftlinie. Trotz früh einsetzender Dunkelheit war es Rike und mir dadurch möglich, die Tour nach einem kurzen Arbeitstag zu starten. Der Himmel war zwar bedeckt, hinderte uns aber nicht daran, die 13,7 km in Angriff zu nehmen, für die man 3:35 Std. einplanen sollte.

Start dieser neuten Etappe war Lüntorf. Über einen Zuweg ließen wir das kleine Dorf hinter uns und betraten den Weserbergland-Weg. Da wir uns am Ende der achten Etappe verlaufen hatten, holten wir den Schlenker nach, den wir zuletzt verpasst hatten. Dann befanden wir uns aber auf dem richtigen Weg. Diesmal war nicht nur unser Standard-Wanderteam (Cortao mit Rike, Rosa mit mir) in Aktion: wir hatten Verstärkung durch den 13-jährigen Dobermann-Border Collie-Mischling Patch.

Entlang des Waldes und durch Felder hindurch, erreichten wir schon bald das erste zu durchquerende Waldstück. Die Wege waren allesamt gut passierbar und es ging sanft bergauf und wieder bergab. Obwohl wir uns relativ sicher sind, immer den XW-Schildern gefolgt zu sein, wählten wir bei den Koordinaten 52°00’25.2″N 9°21’14.5″E die falsche Abzweigung. Anstatt einen Abstecher nach Amelgatzen zu machen, liefen wir den Waldweg weiter. Auf der Webseite des Weserbergland-Weges steht jedoch lediglich, dass der „Weg über Amelgatzen in Richtung Hämelschenburg“ führt. Allzu viel werden wir also nicht verpasst haben.

In Hämelschenburg erlebten wir die einzigen wirklichen Highlights der Etappe. Kaum hat man die Eisenbahnschienen und die Emmer überquert, führt einen der Weg zu einer Wassermühle und Rischmade. Dieser Laden ist denen ein Begriff, die schon einmal auf dem sehr gemütlichen Weihnachtsmarkt vom Schloß Hämelschenburg gewesen sind. Bauernhofspielzeug und Krippenfiguren werden hier in der Cleve-Familienmanufaktur hergestellt. Wir besuchten den kleinen Shop dieses Mal nicht, können ihn aber wärmstens empfehlen!

Uns und die Hunde zog es stattdessen auf die Mauer des Weserrenaissanceschlosses (was für ein Wort!). Hierfür mussten wir die Schloßstraße überqueren, die leider vom Verkehr sehr stark frequentiert ist. Das Schloß verbinde ich noch heute damit, dass meine Schwester mit einem Nachkommen der Eigentümer befreundet und das ein oder andere Mal dort zum Spielen gewesen ist (was mich immer sehr neidisch gemacht hat!). Rike, die Hunde und ich machten ein paar Fotos und ruhten uns danach kurz auf einer Bank am Schloßteich aus.

Als es weiter ging, passierten wir die Landstraße ein zweites Mal. Die XW-Schilder führen einen zwar auf der anderen Straßenseite den Grünstreifen entlang, wir empfanden den Radweg jedoch als bessere Alternative. Dies hatte zur Folge, dass wir die L431 kurze Zeit später ein weiteres Mal überqueren mussten, um in den Steiniger Weg einzubiegen.

Endlich ließen wir die Hektik hinter uns! Der Weg führte durch einen Wald zu einer erhöhten Ebene, von welcher aus wir eine recht weite Sicht über Emmerthal und Grohnde hatten – leicht zu erkennen an dem Schandfleck der Region: dem Atomkraftwerk. Leider ließ sich ein erneutes Überqueren der Landstraße nicht vermeiden. An ihr entlang gingen wir bis zur Bundesstraße 83, passierten diese durch einen Tunnel und befanden uns dann in Emmerthal, Ortsteil Emmern. Dort versteckt sich ein kleines Naturschutzgebiet, nach dessen Durchquerung wir uns an der Hauptstraße befanden. Nur noch wenige Meter trennten uns dann vom Bahnhof – dem Etappenziel.

Fazit

Zu wenige Highlights, zu viel Verkehr. So könnte man diese Etappe zusammenfassen. Und doch hat sie uns irgendwie gefallen. Es gab zwar keine Wow-Momente, wie bei so manch‘ anderer Etappe, doch die Strecke war sehr waldreich und ließ sich einfach wandern. Mit Sicherheit wäre unsere Begeisterung im Nachhinein auch größer, wenn die Sonne geschienen hätte.

Es empfiehlt sich auf jeden Fall der kurze Stopp bei Rischmade und am Schloß Hämelschenburg. Für wasserverrückte Hunde ist die Emmer eine willkommene Abwechslung. Die Landstraße muss man an dieser Stelle möglichst ausblenden (oder am Wochenende laufen, wenn wenig Berufsverkehr ist).

Etappe 9 bewältigten wir nahezu in der angegebenen Zeit, waren aber auch knapp 1,5 Kilometer mehr unterwegs.

Etappe 8 ⯇⯈ Etappe 9

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