Weserbergland-Weg – Etappe 8

26. August 2017
Etappe 8: Bodenwerder – Lüntorf
20,4 km – 5:09 Std

Die erste komplette Heimetappe lag an diesem Tag vor uns: Der Weserbergland-Weg war an der nächsten Stelle nur etwa 3,5 km Luftlinie von Rosas und meinem Zuhause entfernt. An diesem Samstag war der Plan, dass wir erneut zwei Etappen hintereinander wandern, doch die schwüle Luft machte uns einen verschwitzten Strich durch die Rechnung. 18,9 km lagen vor uns, 5:30 Std. sollten wir einplanen. Und die benötigten wir auch fast.

Da Bodenwerder nicht direkt am Wanderweg liegt, mussten wir einen Zuweg nehmen. Dann ging es zunächst ein Stück bergab, über eine Straße, unter der Nordumgehung Bodenwerder hindurch und dann wieder bergauf. Immer weiter bergauf. Erstes Ziel: der Bismarckturm. Oder: einer der Bismarcktürme. Davon gibt es in Deutschland nämlich 146 (von ursprünglich 184). Diese Denkmäler wurden zu Ehren des ersten deutschen Reichskanzlers, Otto Fürst von Bismarck (* 1815 – † 1898), errichtet. Doch genug zur Geschichte! Der Bismarckturm überblickt mit seinen 13 m den Ort Bodenwerder und hier genossen Rike, Corti, Rosa und ich eine erste Verschnaufpause.

Einem Wald- und Feldweg folgend, passierten wir nach einiger Zeit die Straße zwischen Bodenwerder und Heyen und betraten das nächste Waldgebiet. Wieder ging es bergauf und leider war der Weg teilweise sehr dicht (und hoch) mit Brennnesseln zugewachsen, was natürlich keinen von uns erfreute. Und dann lagen auch noch riesige Baumstämme im Weg. Rosa hielt die Fahne oben und kletterte als einzige unterdurch. Wir anderen drei nahmen einen Weg durchs Unterholz.

Ab den Koordinaten 51°59’50.7″N 9°30’47.0″E führt der Weserbergland-Weg auf eine Wiese, unterhalb des Waldrandes, entlang, wieder in den Wald hinein und dann erneut bergauf.

Es gibt einen deutlich schöneren Weg!
Ab den genannten Koordinaten folgt man dem Weg links um eine ansteigende Rechtskurve. Alsbald erreicht man die Ruine „Alte Kapelle“ und einen schönen Gratweg oberhalb der Weser. Der Weg führt schließlich zurück auf den Hauptweg.

Ein weiterer Abstieg führte uns an die Weser – eine gern gesehene Bekannte! Die Hunde konnten sich etwas abkühlen und den Freilauf auf den Wiesen genießen. Einmal mussten wir den Treidelpfad, auf dem früher Zugtiere und Menschen Frachtschiffe flussaufwärts zogen, verlassen, da darauf eine Herde Schafe graste. Verlaufen kann man sich an dieser Stelle aber nicht.

Nachdem wir die Weser in Bad Karlshafen bei Etappe 4 das erste Mal überquert hatten, wechselten wir in Daspe nun erneut die Weserseite auf dem „Blauen Wunder“ (Brücke) und gelangten nach Hehlen. Dort machten wir eine ausgedehnte Pause, wie immer mit leckeren Snacks.

Kaum hatten wir Hehlen hinter uns gelassen, ging es wieder an Feldern vorbei zum nächsten Waldstück, welches zur Ottensteiner Hochebene gehört. Der Weg dieser Etappe führt immer wieder bergauf und -ab, sodass das Schwitzen garantiert ist. Der Aufstieg nach der Ortschaft Sievershagen hat es noch einmal richtig in sich. Dann konnte für uns aber der Endspurt beginnen. Zum Teil durch einen wunderschönen Waldabschnitt, in den ich sicherlich noch einmal zum Dogscootern zurückkommen werde. Hier sah es fast ein wenig wie im Dschungel aus!

Ab den Koordinaten 51°58’54.8″N 9°23’11.9″E liefen wir etwas falsch – wir vermuteten den Weg weiter nördlich von uns. Richtig wäre gewesen, dem Weg so lange zu folgen, bis man auf einen Feldweg trifft. Das zweite Mal endete eine Etappe nicht direkt im Ort, in diesem Falle Lüntorf. So folgten wir dem Zuweg und beendeten die 8. Etappe.

Fazit

Wenn man mich nach Highlights dieser Etappe fragen würde, könnte ich gar nicht wirklich welche nennen. Das heißt aber nicht, dass es uns nicht gefallen hat. Im Gegenteil! Der Weg zwischen Bodenwerder und Lüntorf ist sehr abwechslungsreich und wir hätten ihn sicherlich noch mehr genossen, wäre die Luft nicht so schwül gewesen.

Der Ausblick vom Bismarck-Turm war toll, wir haben uns wahnsinnig gefreut, die Weser so dicht zu erleben, die Aussichten auf die Landschaften waren vielfältig und besonders das letzte Waldstück war schön.

Wie oben bereits erwähnt, benötigten wir fast die angegebene Zeit: wir waren nur 21 Minuten schneller, dafür aber auch 2,5 Kilometer mehr unterwegs.

Etappe 7 ⯇⯈ Etappe 9

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