Weserbergland-Weg – Etappe 7

09. August 2017
Etappe 7: Stadtoldendorf – Bodenwerder
18,3 km – 4:15 Std

Den Juli über hatten weder Rike noch ich Zeit für den nächsten Abschnitt des Weserbergland-Weges, doch im August starteten wir wieder durch. Mit Bewältigung der siebten Etappe sollten wir sowohl etappen- als auch kilometertechnisch die Hälfte des gesamten Wanderweges hinter uns lassen. Zudem befanden wir uns nun nahe unserer Heimat.

Zeit also für ein Fazit: Werden wir den Weserbergland-Weg weiter bewandern und der Heimat den Rücken kehren oder haben wir genug von der Weser, den Bergen und dem ganzen wanderbaren Land? Bei Etappe 7 lagen 18,8 km vor uns, für die wir etwa 5:24 Std. einplanen sollten.

Für mich und Rosa war es gerade einmal eine halbe Woche her, dass wir uns in Begleitung an das Ith-Hils-Weg Dogtrekking gewagt hatten. Knapp 80 km waren wir in circa 31 Stunden gewandert. Diese steckten uns jedoch nicht mehr in den Knochen und 18,8 km klangen dagegen wie ein Spaziergang.

Wie schon häufiger starteten wir die Tour direkt nach der Arbeit – Rike ist meine Kollegin bei der Ergotherapie – und fuhren gemeinsam zum Startpunkt Stadtoldendorf. Rosa und Cortao waren motiviert wie immer und somit hatten wir die Stadt (oder das Dorf?) schnell hinter uns gelassen. Bei schönstem Wetter und angenehmen Temperaturen ging es erst durch die Felder, dann an einem Bächlein vorbei durch einen Wald, bis hin zum Kloster Amelungsborn. Um dieses zu erreichen mussten wir mit den Hunden eine Metalltreppe aufsteigen – kein Problem! Danach ging es am Kräutergarten vorbei, um die Kirche herum, über die sehr gepflegte Anlage. Ein Stopp auf den öffentlichen, picobello sauberen Toiletten rundete den Klosterbesuch ab.

Unterwegs zum nächsten Zwischenziel, Holenberg, mussten wir ein Stück weit an einer stärker befahrenen Straße entlang gehen, doch die Idylle der goldenen Felder am Fuße des Bützeberges ließen diese schnell vergessen. Am Ortsausgang befand sich eine Pilgertränke – zwar gab es dort zu dem Zeitpunkt keine Getränke aber jede Menge Flyer und Broschüren zu Örtlichkeiten in der näheren Umgebung. Tolle Idee!

Auf dem Ebersnackenturm

Ab dem nächsten Waldstück begann dann die Heimetappe, denn der Vogler, ein Mittelgebirgszug des Weserberglandes, gehört zur näheren Umgebung von Rosas und meiner Heimat! Und somit war der Aufstieg zum höchsten Gipfel, dem Ebersnacken (460,4 m ü. NN), nicht unser erster. Wenn man so traumhaftes Wetter hat wie wir, möchte man auf dem Ausichtsturm ewig verweilen, da man einen perfekten 360° Ausblick genießen kann. Vorausgesetzt man ist schwindelfrei, denn der Ebersnackenturm ist 26 m hoch! Für Corti war das nichts.

Blick vom Bodoturm auf Bodenwerder

Von dort aus ging es über den Grat (wir machten quasi eine Gratwanderung…) zum Bodoturm. Dieser ist zwar sechs Meter kleiner als der Ebersnackenturm, gewährt einem jedoch einen Ausblick auf das Etappenziel Bodenwerder. Er ist aufgrund der Gittertreppen und -böden nur für erprobte Hunde ein Vergnügen – für Corti war das erneut (noch) nichts. Für Menschen lohnt der Aufstieg allemal!

Aber noch ein drittes Highlight hatte diese Etappe zu bieten, welches wir nach einem Marsch durch den Wald und vorbei an blühender Heide erreichten: die Königszinne. Diese machte ihrem Namen alle Ehre und es war fantastisch, von dort den Sonnenuntergang zu beobachten. Sie bildete den perfekten Abschluss dieser Wanderung. Das erste Mal endete diese nicht direkt in einem Ort, sondern wir mussten über einen Zuweg nach Bodenwerder gehen.

Fazit

Dass es im Vogler schön ist wusste ich bereits, gehört der Gebirgszug schließlich zu unserer Heimat. Dass die gesamte Etappe jedoch so harmonisch werden würde, hätte ich im Voraus nicht gedacht. Aber hier hat einfach alles gepasst: abwechslungsreiche Umgebungen (Stadt, Land, Dorf, Wald) gepaart mit schönen Weitblicken und markanten Highlights (Ebersnacken-, Bodoturm und Königszinne). Das Wetter war top, der Weg facettenreich und der Sonnenuntergang bescherte uns einen idyllischen Abschluss.

Wie bei den meisten Etappen benötigten wir erneut weniger Zeit als angegeben. Wir waren insgesamt 500 m weniger unterwegs und eine gute dreiviertel Stunde schneller.

Wie sieht nun unser Fazit nach der Hälfte des Weserbergland-Weges aus?

Weitergehen – ja oder nein? Lohnt es sich, den XW-Schildern zu folgen?

Von uns ein klares JA!

Von den bisher sieben Etappen gefallen uns Etappe 3, Etappe 5, Etappe 6 und diese, Etappe 7, richtig gut. Etappe 2 war ganz schön – Etappe 1 und Etappe 4 hingegend eher enttäuschend, ohne Wow-Momente und langweilig. Wir sind sehr froh, bis hierhin gegangen zu sein und freuen uns schon jetzt auf das, was noch auf uns zukommt. Gleichzeitig werden wir wehmütig und halten schon Ausschau nach einer Herausforderung für 2018.

Etappe 6 ⯇⯈ …

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