Weserbergland-Weg – Etappe 6

21. Juni 2017
Etappe 6: Silberborn – Stadtoldendorf
24,0 km – 5:19 Std

Silberborn ist ein altbekannter Ort für mich, immerhin war dieser immer Ziel der Theaterfreizeiten in meiner Kindheit. Wenn wir damals im Dunkeln durchs Moor gewandert sind, war das ein spannendes Erlebnis. Aber auch am hellichten Tage und mit Hunden an der Seite hat diese Landschaft etwas. Die Etappe 6 wurde also wie die Etappe zuvor ein absolutes Highlight.
Allerdings ist sie auch die zweitlängste des Weserbergland-Weges. Eine Schnapszahl von 22,2 km lag vor uns, für die 6:06 Std. eingeplant werden sollten. Unsere Füße und Pfoten waren ja vieles erprobt … aber das?

Im NSG Mecklenbruch
Was freuten wir uns! Die Sonne schien und die Standardbesetzung, bestehend aus Rike, Corti, Rosa und mir, war bereit für die Strecke, die vor ihr lag. Sicherlich würde es wieder durch viele kühle Wälder gehen – kalte Getränke befanden sich zudem im Rucksack. Wir starteten in Silberborn.
Zunächst ging es ein kurzes Stück durch den Wald, in dem wir zwei Rehe sahen. Dann ging es los: in der knallenden Sonne folgten wir einer Schotterstraße bis zum Naturschutzgebiet Mecklenbruch, durch welches wir über einen Holzsteg wanderten. Das Hochmoor ist wirklich wunderschön und von einem Aussichtsturm hat man einen grandiosen Blick über unglaublich viel Grün, Torfflächen und einige Teiche.

Rosa im Hellental
Auf der anderen Seite des Schutzgebietes ging es an Rindern und Exmoorponies vorbei, die wir bei Etappe 4 nicht sehen konnten/durften. Danach liefen wir ein kurzes Stück im Schutz der Bäume, ehe wir einem Waldweg folgten – erneut in der prallen Sonne und erneut mit Rehsichtung. Zwar sollten die Temperaturen um die 25°C liegen, es fühlte sich dennoch deutlich wärmer an. Der Wald holte uns aber wieder ein und nach dem Abstieg ins Hellental konnten sich die Hunde die Pfoten in der Helle kühlen. Auch wir nutzten den kurzen Moment um zu verschnaufen.

Das war es dann aber auch wieder mit dem Schatten. Wir folgten einem langgezogenen Weg an grünen Wiesen mit Rindern vorbei. Das Tal wird eingerahmt von dunklen Bäumen und streckt sich bis zum Horizont, wo der idyllische Ort Hellental liegt.

Hellental
Dieser gefiel mir sofort. Die Gärten waren sehr gepflegt, alles wirkte still und friedlich und doch schien hier nicht der Hund verfroren zu sein. Ein kleines Paradies auf dem Weg!

Weiter ging es bergauf, aus dem Tal hinaus. Wir erreichten Merxhausen, dann folgten wir den Wegen entlang der reifenden Felder. Es war zwar unglaublich heiß aber mindestens genau so schön! Motiviert von einem Fuchs am Waldrand, schafften wir noch einen anstrengenden Anstieg und wurden mit einem grandiosen Panorama und kalten Getränken aus dem Rucksack belohnt.

Zum Aufbrauchen der letzten Kraftreserven gab es noch einen sehr steilen Anstieg im Wald, der aber von einer Gratwanderung gekrönt wurde. Wir konnten so weit blicken – der Wahnsinn! Und auch das Ziel rückte immer näher. Es lagen nur noch Meter bergab vor uns. Grün, Grün und noch mehr Grün war das Landschaftsbild vor Stadtoldendorf, während sich die Sonne langsam dem Horizont näherte. Die letzte Hürde nehmend – einen fiesen Bremsenangriff – eilten wir an zwei Hasen vorbei bis nach Stadtoldendorf. Dieses Mal holte uns mein Freund Jan ab, brachte uns zu meinem Auto nach Silberborn und gemeinsam ließen wir den Abend bei thailändischem Essen ausklingen.

Fazit

Bisher eine der schönsten Etappen! Trotz der heißen Temperaturen bereue ich keinen einzigen Schritt, den ich auf diesem Abschnitt des Weserbergland-Weges gegangen bin. Es hat hier alles gestimmt, angefangen beim Naturschutzgebiet mit dem Hochmoor, über die abwechslungsreichen Waldwege, bis hin zu den Feldern und Wiesen. Facettenreicher hätte es kaum sein können und es war Erholung pur!

Die weiten Aussichten werden mir wohl am längsten im Gedächtnis bleiben, ebenso wie das wundervolle Hellental. Vielleicht zieht es mich eines Tages wieder dort hin, um in der Gastwirtschaft einzukehren. Ganz sicher können wir aber sagen, dass wir diese Etappe weiterempfehlen. Sie war keinen Meter zu lang für unsere Füße und Pfoten.

Statt 22,2 km waren wir 24 km unterwegs und dennoch benötigten wir eine knappe Stunde weniger als angegeben.

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