Weserbergland-Weg – Etappe 11

04. November 2017
Etappe 11: Rohrsen – Rohdental
29,5 km – 7:17 Std

Die längste von 13 Etappen lag an einem trockenen Samstagmorgen vor uns. Zwischen Rohrsen und Rohdental begannen wir zu realisieren, dass unser Abenteuer Weserbergland-Weg bald ein Ende finden würde. 175 Kilometer hatten unsere Füße und die Pfoten unserer Hunde bereits zurückgelegt. Ein Erlebnis, welches zusammenschweißt und in uns den Wunsch weckt, für 2018 neue Ziele zu stecken. Doch an diesem Tag lagen zunächst einmal 27,2 km vor uns, für die wir 8 Std. einplanen sollten.

„Samstag schöner als Sonntag bei mir in der Wetter App…“, waren Rikes Worte, weswegen wir eben diesen Tag für Etappe 11 aussuchten. An dem Morgen direkt sprach Rike dann noch von acht Stunden Sonne, doch scheinbar galt dies nicht für den Süntel, in den es uns zog…

Zwischen zwei Wällen aus dem 14. Jahrhundert

Um 9:31 Uhr startete ich bei komoot die Aufnahme der Tour und ab Rohrsen ging es direkt erst einmal bergauf. Ich fragte mich, warum ich mich so warm angezogen hatte, denn ich kam schnell ins Schwitzen und wir mussten immerhin bis hoch auf den Basberg. Dort befindet sich das Restaurant Forsthaus Heisenküche, in welches wir jedoch nicht einkehrten: wir hatten uns mit genug Verpflegung versorgt und noch viele Kilometer vor uns. Das nächste Teilstück war wirklich schön, weil es durch einen Wald mit teilweise 200 Jahren alten Bäumen ging. Majestätisch ragten diese empor.

Das Naturschutzgebiet Schweineberg passierend, kamen wir im Ort Unsen an. Da überraschend viele Bekannte und Freunde direkt am Weserbergland-Weg wohnen, statteten wir unserer lieben Kollegin im Mutterschutz einen Besuch ab. Diese verabschiedete uns schließlich mit den Worten, dass wir bis zu unserem ersten gesetzten Ziel, dem Süntelturm, noch eine Stunde gehen mussten. Dieser Turm befindet sich auf der höchsten Etappenerhebung, der etwa 440 m ü. NN hohen „Hohen Egge“. Also los!

Der Weg führte uns nun durch einen Märchenwald im Süntel. Weiches Moos, aus der Erde herausragende Wurzeln, Sandsteinfelsen und Grenzsteine, welche wie Grabsteine aus der Erde ragten, sorgten kombiniert mit dem Nebel für eine mystische Stimmung. (Von den acht Stunden Sonne war nichts zu sehen… da muss sich Rikes App geirrt haben!)

Strammer Moritz – was will man mehr?

Nach knapp drei Stunden erreichten wir also den Süntelturm und die dazugehörige Waldgaststätte im Süntel. Wenn schon einmal eine Einkehrmöglichkeit des Weges liegt, dann muss man das auch nutzen, außerdem waren Jan und ich dort schon mit Rosa (Januar 2016) und es hatte uns sehr gut gefallen. Für insgesamt 15,- € (inkl. Trinkgeld) kehrten wir nun ein. Für Rike gab es einen Pott Milchkaffee und eine Pommes, für mich gab es einen Strammen Moritz (Mettwurst statt Schinken) und einen Lumumba. Die Portionen waren groß und wir danach gekräftigt für den Weitermarsch.

Die Strecke zwischen dem Süntelturm und dem nächsten Highlight, dem Hohenstein, werde ich mit Sicherheit noch einmal mit dem Dogscooter aufsuchen – sie ließ sich wunderbar laufen. Dafür hatten wir am Hohenstein ein unschönes Erlebnis mit einer unglaublich unfreundlichen Frau, die der Meinung war, mich grundlos anzumeckern. Da es dort oben aber recht voll und die Sicht aufgrund des Nebels eingeschränkt war, ließen wir die Klippen alsbald hinter uns und machten uns an den Abstieg.

Es sollte an der Waldschänke Baxmanbaude vorbei gehen, doch so richtig habe ich diese nicht in Erinnerung. Eingekehrt wären wir ohnehin nicht. Stattdessen begann ein neuer Aufstieg: Ziel waren diesmal die Moosköpfe. In dem Waldstück stehen viele Eiben, die vom Aussterben bedroht sind, und außerdem eben die „Moosköpfe“, mit Moos bewachsene Felsen. Diese konnten wir aber zwischen den bunten Herbstblättern nicht ausfindig machen.

Kein wirkliches Wanderhighlight: der Wasserfall Langenfeld

Unterwegs nach Langenfeld kamen wir noch an einem Steinbruch und der Schillat-Höhle vorbei, norddeutschlands größter Tropfsteinhöhle. Der Abstecher zum Wasserfall Langenfeld, dem einzigen natürlichen Wasserfall Niedersachsens, lohnt sich unserer Meinung nach nicht. Dem Höllenbach folgend (nachdem wir einen Abhang mehr runtergerutscht als -gegangen sind), machten wir noch einen kleinen Abstecher zur Quelle der Iborn (nicht sonderlich lohnenswert) und schon waren wir beim Wanderparkplatz Rohdental, wo wir die Etappe beendeten.

Fazit

Obwohl sich die Sonne nur sporadisch zeigte, zählen wir Etappe 11 zu unseren liebsten des gesamten bisherigen Weserbergland-Weges. Die gesamte Strecke war sehr stimmig. Anstrengende Passagen wechselten sich mit geraden Wegstrecken ab, mal gab es Wiesen, mal Wälder und mal echte Highlights, die es zu erkunden galt.

Auch 2018 wollen wir wieder zusammen los!

Der Süntelturm mit der gemütlichen Gastwirtschaft, der Märchenwald im Süntel, der Hohenstein (trotz unschöner Begegnung) – die 29,5 km, die wir insgesamt wanderten, wurden uns nicht langweilig. Somit waren wir gut 2 km länger unterwegs als geplant und sind trotz ausgiebiger Pause mit 7:17 Std. unter der angegebenen Zeit geblieben. Daumen hoch für Etappe 11!

Im Winter wird es uns mit Sicherheit noch das ein oder andere Mal in den schönen Süntel ziehen!

Etappe 10 ⯇⯈ …

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