Weserbergland-Weg – Etappe 10

13. Oktober 2017
Etappe 10: Emmerthal – Rohrsen
20,4 km – 4:26 Std

Für Rike und mich sind die Wanderungen auf dem Weserbergland-Weg immer etwas Besonderes, weil wir vom Alltag abschalten, viel Spaß miteinander haben und gleichzeitig neue Ecken unserer Heimat kennenlernen. Es trieb uns zwei Tage nach Etappe 9 gleich wieder hinaus und nach der Arbeit stellten wir uns den 19,5 km zwischen Emmerthal und Rohrsen, für die man 5:22 Std. einplanen sollte. Dabei waren wieder Cortao, Rosa und Patch.

Ausgangspunkt dieser Etappe war der Bahnhof in Emmerthal. Zwischen den Hunden gab es eine stürmische Begrüßung, ehe es losging. Ein kurzes Stück mussten wir direkt an den Bahnschienen entlang laufen, doch dann befanden wir uns im Grünen bei den Weserwiesen. Einmal mussten wir uns dem regen Straßenverkehr jedoch noch stellen, denn der Weserbergland-Weg führt nach Hagenohsen ein letztes Mal über die Weser.

Auf der Treppe den Bückeberg rauf

In Hagenohsen war dann das erste (anstrengende) Highlight der Etappe schnell erreicht: Zwischen 1934-1937 wurde eine Treppe den Bückeberg hinauf gebaut, die zum damals so genannten „Reichthingplatz“ führt(e). An diesem Platz versammelten sich über eine Millionen Menschen bei den Reichserntedankfesten. Diese waren die größten Massenveranstaltungen der NSDAP und Hitler war damals ein umjubelter Gast. Insgesamt fünfmal ließ er sich dort feiern.

Rike und ich waren froh, nicht auf Hitler treffen zu müssen. Stattdessen genossen wir die Aussicht auf Emmerthal und die Weser. So langsam fing es an aufzuklaren, was unserer Laune einen positiven Schub verpasste. Außerdem ging es nun endlich in die Natur und zwischen leicht herbstlich verfärbten Bäumen genossen wir die Ruhe. Ein kurzes Stück mussten wir an einer Straße entlang, doch dort herrscht so gut wie kein Verkehr.

Wir verließen den Wald nur einmal kurz, um Völkerhausen zu passieren. Der Ort ist nicht viel mehr als eine Häuseransammlung in einem Tal. Dennoch oder gerade deswegen ist es dort sehr idyllisch und im Gegensatz zu manch anderer Ortschaft entlang des Weserbergland-Weges, trafen wir auf erstaunlich viele Menschen und auch das ein oder andere Tier.

Rosa, Cortao & Patch

Dem Waldweg weiter folgend, erreichten wir schon bald Voremberg, umgingen die Ortschaft jedoch in einem großen Bogen durch den Wald im Norden. So kamen wir am anderen Ende von Voremberg wieder raus und hatten nur wenig Kontakt mit der verkehrsreichen Hauptstraße. Die tief stehende Sonne ließ die grünen Felder erstrahlen und die Weitblicke erfreuten unsere Wanderherzen. Offensichtlich spürten das auch die Hunde, denn wenig später ließen sie sich bei Hastenbeck zu einer wilden Hatz hinreißen.

Allgemein trafen wir auf diesem Streckenabschnitt viele Hundehalter und vor allem Jungspund Corti fühlte sich in den siebten Tobehimmel versetzt. Die Sonne neigte sich immer mehr dem Horizont entgegen und so erlebten wir kurz vor Afferde einen schönen Sonnenuntergang. Der Himmel war in die schönsten Rot- und Orangetöne getaucht, was wir jedoch nicht als Ausrede dafür nehmen, dass wir uns ab den Koordinaten 52°06’25.3″N 9°24’45.8″E verlaufen haben. Wir benötigen nämlich keine Ausrede, weil die Schilder an der Stelle wirklich blöd angebracht sind. Auch im Nachhinein waren Rike und ich uns einig, dass die Schilder eher nach rechts weisen und links, wo der Weg entlang führt, sieht man zunächst gar kein Schild.

Kaum hatten wir den richtigen Weg wieder gefunden, war das Etappenziel zum Greifen nahe. Über eine Brücke passierten wir die Hamel (Fluss) – gut, Patch schwamm lieber hindurch. Danach hatten wir Rohrsen erreicht.

Fazit

Viele Highlights, wenig Verkehr. Das Pendant zur Etappe 9, könnte man fast meinen. Der zehnte Teil des Weserbergland-Weges war es wert, bewandert zu werden! Wir lieben ja die Abwechslung unterwegs und somit waren wir glücklich mit ein paar Dörfern, Wald, Wiesen, Feldwegen und dem Wetter.

Zusammen mit Patch & Rosa

Besonders das Stück um Hastenbeck hat uns sehr gefallen. Man hatte eine weite Sicht und viele Menschen waren mit ihren Hunden unterwegs, sodass wir die Hunde super frei laufen lassen konnten – keine Wildgefahr!

Wir waren – trotz Verlaufen – eine knappe Stunde schneller als angegeben unterwegs und sind einen knappen Kilometer mehr gewandert. Dies war die Ruhe vor dem Sturm, denn mit Etappe 11 liegt die längste Strecke des gesamten Weserbergland-Weges vor uns.

Etappe 9 ⯇⯈ Etappe 11

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